Antisemitischer Terror in Sydney: Was wir wissen – und was nicht
Bei dem tödlichen Angriff in der australischen Metropole Sydney handelt es sich offiziellen Angaben zufolge um einen Terrorakt, der sich gegen die jüdische Gemeinde richtete. Immer mehr Details werden bekannt.
Bei einem Terroranschlag auf ein jüdisches Fest am weltberühmten Bondi Beach in der australischen Metropole Sydney sind viele Menschen getötet und verletzt worden. Immer mehr Details werden bekannt.
Was wir wissen:
- Mindestens 16 Menschen seien getötet worden, hieß es von der Polizei. 14 Menschen starben noch am Tatort, eine 10-Jährige und ein 40-Jähriger wenige Stunden später im Krankenhaus.
- Nach Angaben des israelischen Außenministeriums ist mindestens ein Israeli unter den Toten. Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot teilte mit, dass eines der Todesopfer Franzose war.
- 40 Menschen werden im Krankenhaus behandelt. Einige Verletzte seien in kritischem Zustand.
- Die Täter wurden als Vater und Sohn identifiziert: Der 50-Jährige wurde von Einsatzkräften am Tatort erschossen, sein 24 Jahre alter Sohn kam mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus.
- Die Angreifer begannen nach Angaben der Polizei am Sonntagabend gegen 18.47 Uhr (Ortszeit), auf Familien zu schießen.
Der Bondi Beach ist einer der beliebtesten und bekanntesten Strände der australischen Stadt Sydney. picture alliance / Anadolu | Mehmet Yaren Bozgun

- Mehr als 1.000 Menschen seien vor Ort gewesen, als die Schüsse fielen, sagte Polizeichef Lanyon. Chanukka begann an diesem Sonntag. Mit dem achttägigen Lichterfest erinnern Juden an die Wiedereinweihung des zweiten Tempels in Jerusalem im zweiten Jahrhundert vor Christus.
- Bei dem Angriff handelt es sich offiziellen Angaben zufolge um einen Terrorakt. Dieser richtete sich laut Minns gegen die jüdische Gemeinde. Die Organisation Australian Jewish Association hatte zuvor auf X geschrieben: «Wir haben so oft davor gewarnt, dass es so kommen würde.»
- Die Polizei richtete eine Sperrzone ein und lässt eine Reihe verdächtiger Gegenstände von Spezialkräften untersuchen. In einem Auto, dass in Verbindung zum getöteten Angreifer stehe, seien improvisierte Sprengsätze gefunden worden, sagte Polizeichef Lanyon.
Was wir nicht wissen:
- Unklar ist etwa, ob es sich um Einzeltäter handelt oder sie einer Organisation angehören.
- Zu den Identitäten der Opfer liegen noch kaum Angaben vor.
- Auch der genaue Ablauf des Verbrechens ist unklar. (dpa)
Anmerkungen oder Fehler gefunden? Schreiben Sie uns gern.