Eine Ameisenkolonie befällt ein Blatt.

Ameisen treten in großer Zahl auf und werden daher schnell lästig - Hobbygärtner können ihnen aber mit einfachen Mitteln Grenzen setzen. Foto: picture alliance/dpa/dpa-tmn | Andrea Warnecke

Ameisen im Haus? Mit diesen Mitteln wird man sie los, ohne sie zu töten

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Sie sind harmlos, aber lästig: Wenn Ameisen in Scharen durch die Wohnung ziehen oder sich unter Terrassenplatten ausbreiten, ist das für viele ein Problem. Doch statt zur Chemiekeule zu greifen, reichen oft einfache Hausmittel, um die Tiere schonend zu vertreiben.


Zusammenfassung:

  • Ameisen sind nützliche Tiere, die Böden lockern und Schädlinge fressen.
  • Hausmittel wie Lavendelöl oder Zimt können Ameisen effektiv vertreiben.
  • Sauberkeit und abgedichtete Behälter helfen, Ameisen fernzuhalten.

Vor allem im Sommer werden Ameisen aktiv. Auf der Suche nach Nahrung gelangen sie in Wohnungen und hinterlassen Duftspuren, an denen sich weitere Tiere orientieren – so entstehen die typischen Ameisenstraßen. Um das zu verhindern, ist Sauberkeit entscheidend: Krümel und Essensreste sollten schnell beseitigt werden, auch Tierfutter kann eine Rolle spielen. Vorräte gehören in gut verschlossene Behälter, Abfälle sollten regelmäßig entsorgt werden. Darauf weist auch der NDR hin.

Mit Düften vertreiben – diese Gerüche können Ameisen nicht leiden

Zusätzlich lassen sich Ameisen gezielt mit Gerüchen vertreiben. Ihr Orientierungssinn reagiert empfindlich auf intensive Düfte, weshalb etwa Lavendel- oder Minzöl helfen können. Auch Zitronenschalen, Essig, Zimt, Chili oder Gewürznelken werden als wirksame Hausmittel genannt. Werden sie an Eingängen, auf Laufwegen oder in der Nähe von Nestern platziert, meiden die Tiere diese Bereiche. Ergänzend kann es sinnvoll sein, Ritzen und Fugen im Haus abzudichten, um den Zugang zu erschweren.

Eine weitere Möglichkeit sind Kreide- oder Kalklinien: Ameisen meiden den Kontakt mit solchen alkalischen Stoffen und überqueren die Barrieren in der Regel nicht – auch wenn sie versuchen, alternative Wege zu finden. Von Backpulver hingegen wird abgeraten. Zwar wird es häufig als Hausmittel genannt, führt aber dazu, dass die Tiere qualvoll sterben, ohne das eigentliche Problem zu lösen, da das Nest bestehen bleibt.

Diese Maßnahmen sollten Sie schon bei der Planung Ihres Gartens beachten

Im Garten hängen Ameisen oft mit einem anderen Schädling zusammen: Blattläusen. Die Tiere ernähren sich von deren zuckerhaltigen Ausscheidungen, dem sogenannten Honigtau, und schützen die Läuse sogar vor Fressfeinden. Wer also Ameisen loswerden will, sollte gleichzeitig gegen Blattläuse vorgehen und die betroffenen Pflanzen stärken, da geschwächte Pflanzen besonders anfällig sind.

Auch beim Bau von Nestern können Ameisen zum Problem werden, etwa wenn sie unter Terrassenplatten Sand abtragen und diese instabil machen. Hier hilft es, bereits beim Verlegen statt Sand feinen Kies zu verwenden oder die Fugen vollständig zu verschließen. Wenn ein Nest dennoch stört, lässt es sich umsiedeln: Ein mit trockenem Gras und etwas Marmelade gefüllter Blumentopf wird über das Nest gestülpt. Nach einiger Zeit ziehen die Ameisen mitsamt ihrer Brut um und können dann an einen anderen Ort gebracht werden.

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Grundsätzlich gilt: Ameisen sind nützliche Tiere. In Deutschland leben rund 100 Arten, die Böden lockern, organisches Material zersetzen und andere Schädlinge fressen. Für den Menschen sind sie in der Regel ungefährlich. Selbst die von ihnen abgesonderte Ameisensäure verursacht nur in seltenen Fällen Probleme – etwa bei Allergikern. Entsprechend sinnvoll ist es, die Tiere nicht zu bekämpfen, sondern sie gezielt zu vertreiben.

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