Ärger um Kultfilm „Bang Boom Bang“: Schauspiel-Stars müssen vor Gericht
Der Kultfilm „Bang Boom Bang“ sorgt Jahrzehnte nach seinem Erfolg für Ärger vor Gericht. Regisseur Peter Thorwarth verlangt Schadensersatz wegen eines Werbe-Kurzfilms mit bekannten Filmfiguren – nun müssen auch zwei Schauspieler vor Gericht aussagen.
Vor dem Landgericht Bochum streiten die Macher des Kultfilms „Bang Boom Bang“ mit dem Cannabis-Unternehmen „Four 20 Pharma“ über Urheberrechte. Hintergrund ist ein 15-minütiger Werbefilm mit dem Namen „Keeks letztes Ding“, der im vergangenen Jahr veröffentlicht wurde. Darin schlüpften Oliver Korittke und Martin Semmelrogge erneut in ihre bekannten Rollen aus dem Kultfilm.
Vergleichsangebot in Höhe von 100.000 Euro abgelehnt
Die Rechteinhaber um Regisseur Peter Thorwarth sehen darin eine unerlaubte Nutzung der Figuren und der Filmidee. Zwar habe es Gespräche über eine mögliche Fortsetzung oder Zusammenarbeit gegeben, eine Nutzung der Figuren sei jedoch ausdrücklich abgelehnt worden. Trotzdem wurde der Kurzfilm veröffentlicht, inzwischen ist er wieder aus dem Internet entfernt worden.
Das Unternehmen soll nach Angaben im Vorfeld versucht haben, den Streit mit einem Vergleich beizulegen und dafür zwischen 50.000 und 100.000 Euro angeboten haben. Thorwarth lehnte das jedoch ab.
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Nun entscheidet das Gericht. Auch die beiden Schauspieler Oliver Korittke und Martin Semmelrogge sind als Zeugen geladen und sollen aussagen. (rei)
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