Ex-Hells Angels-Boss wurde bereits 2013 in Spanien zu einer Haftstrafe verurteilt.
Ex-Hells Angels-Boss wurde bereits 2013 in Spanien zu einer Haftstrafe verurteilt.
  • Bereits 2013 wurde Rocker-Boss Frank Hanebuth zu einer Haftstrafe verurteilt. Jetzt droht ihm ein zweites Mal Gefängnis.
  • Foto: picture alliance / dpa | Montserrat T Diez

Ex-Boss der „Hells Angels“ angeklagt – im Mammut-Prozess drohen 300 Jahre Knast

Frank Hanebuth droht eine lange Zeit hinter Gittern. Der Ex-Chef der „Hells Angels“ muss sich in Madrid einem großen Prozess gegen den Rockerclub stellen. Insgesamt 47 Menschen sind angeklagt – ihnen drohen zusammen rund 300 Jahre im Knast.

Vor dem Nationalen Staatsgerichtshof in Madrid beginnt am Montag ein Strafprozess gegen den früheren Rocker-Boss Frank Hanebuth. Die spanische Staatsanwaltschaft wirft dem 58-Jährigen aus Hannover unter anderem Drogenhandel und Zuhälterei vor. Sie fordert für ihn Haftstrafen von insgesamt 13 Jahren.

Drogenhandel und Zuhälterei: Prozess gegen Frank Hanebuth

Die Straftaten soll Hanebuth in den Jahren 2009 bis 2013 auf Mallorca als regionaler Chef des Motorradclubs Hells Angels begangen haben. Der Deutsche bestreitet nach Angaben seiner Anwälte alle Vorwürfe.

Neben Hanebuth nehmen an den insgesamt zehn Verhandlungstagen bis zum 10. Februar weitere 46 mutmaßliche Ex-Mitglieder und Helfer des Rockerclubs auf der Anklagebank Platz – darunter viele Deutsche, aber auch Spanier, Türken und Luxemburger. Die von der Anklage geforderten Freiheitsstrafen summieren sich auf knapp 300 Jahre.

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Hanebuth war vor seinem Umzug nach Mallorca jahrelang Präsident der Hells Angels Hannover. Im Sommer 2013 war er zusammen mit vielen anderen mutmaßlichen Motorrad-Rockern bei einer spektakulären Razzia auf der spanischen Urlaubsinsel festgenommen worden.

Nach zwei Jahren hinter Gittern wurde er im Sommer 2015 gegen eine Kaution von 60.000 Euro und unter Auflagen aus der U-Haft in einem Hochsicherheitsgefängnis in Cádiz entlassen. Aber erst 2017 durfte er Spanien verlassen. Er kehrte damals nach Deutschland zurück. (dpa/mp)

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