Dieses vom isländischen Met Office zur Verfügung gestellte Foto zeigt die Eruption des Vulkans Fagradalsfjall auf der Reykjanes-Halbinsel im Südwesten Islands.
  • Dieses vom isländischen Met Office zur Verfügung gestellte Foto zeigt die Eruption des Vulkans Fagradalsfjall auf der Reykjanes-Halbinsel im Südwesten Islands.
  • Foto: picture alliance/dpa/Icelandic Met Office/AP

Nach 900 Jahren Ruhe: Vulkan auf Island bricht aus – Katastrophenschutz warnt

Reykjavik –

Lavaströme, Aschewolken und kilometerweit sichtbares Leuchten: 900 Jahre war der Vulkan Fagradalsfjall auf Island inaktiv, nun ist die Oberfläche auf einer Länge von 500 Metern aufgerissen. Der Katastrophenschutz warnt, Einsatzkräfte sind vor Ort.

Zunächst folgten mehrere Erdbeben aufeinander, dann ist der Vulkan im Südwesten Islands ausgebrochen. Laut dem Meteorologischen Dienst des Inselstaats wurden nur leichte seismologische Ausschläge gemessen. Der Zivil- und Katastrophenschutz warnte jedoch davor, sich dem Vulkan zu nähern und die alarmierten Einsatzkräfte vor Ort zu behindern.

Vulkan Fagradalsfjall auf Island ausgebrochen

Örtlichen Medienberichten zufolge wurde ein Hubschrauber der Küstenwache zum Ort des Geschehens geschickt, um Ausmaß und Folgen des Vulkanausbruchs besser einschätzen zu können. Auf Bildern war ein rotes Leuchten über dem Vulkangipfel zu sehen, das am Nachthimmel kilometerweit zu sehen war.

Der Zivil- und Katastrophenschutz riet dazu, Wohnhäuser im Einzugsgebiet der vulkanischen Gasschwaden nicht zu verlassen und Fenster geschlossen zu halten. Der Schwefeldioxid-Gehalt in der Luft müsse noch ermittelt werden. Das farblose, aber stechend riechende Gas ist giftig und kann Atemnot sowie Entzündungen der Atemwege hervorrufen.

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Der Fagradalsfjall liegt knapp 30 Kilometer entfernt von Reykjavik am südwestlichen Zipfel Islands. Sein Ausbruch weckt Erinnerungen an die folgenschwere Eruption des Vulkangletschers Eyjafjallajökull vor zehn Jahren. Die dabei entstandene kilometerhohe Aschewolke hatte im Frühjahr 2010 den internationalen Flugverkehr über längere Zeit lahmgelegt und den Bekanntheitsgrad der kleinen Inselnation mit rund 360.000 Einwohnern schlagartig gesteigert. (dpa/vd)

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