250 ml Orangensaft beinhalten sieben Stück Würfelzucker.

250 ml Orangensaft beinhalten sieben Stück Würfelzucker. Foto: picture alliance / CHROMORANGE | Michael Bihlmayer

Steuern rauf, Zuckergehalt runter!

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Mit zehn Jahren kam ich aus einem Florida-Urlaub zurück. Ich war bei einer amerikanischen Familie zu Gast gewesen und hatte zwei Wochen lang quasi nur Cola getrunken. In dem Haushalt gab es nichts anderes als Limo. So wurde aus einem sehr sportlichen Jungen binnen kürzester Zeit ein Specki. Mit den Folgen kämpfe ich bis heute.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, maximal 50 Gramm Zucker pro Tag zu sich zu nehmen, was etwa 14 Stück Würfelzucker entspricht. Auf den ersten Blick erscheint das viel. Wer isst schon so viel Würfelzucker? Dafür reicht jedoch schon ein sehr großes Glas Coca-Cola aus. In einem Liter sind mehr als 30 Stück Würfelzucker enthalten.

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Weitere Zuckerbomben sind beispielsweise Ketchup (2 EL = 3 Stück Würfelzucker), Orangensaft (250 ml = 7 Stück) oder Fruchtjoghurt (150 g = 7 Stück). Die Liste ließe sich nahezu unbegrenzt fortführen.

MOPO-Lokalchef Julian König hfr
MOPO-Lokalchef Julian König
MOPO-Lokalchef Julian König

Ganz klar: Wir müssen unseren Zuckerkonsum deutlich reduzieren, um als Gesellschaft nicht weiter zu verfetten. Ein hoher Zuckerkonsum kann zu schweren Krankheiten führen. Allein für Adipositaserkrankungen liegen die  geschätzten Behandlungskosten in Deutschland bei 29 Milliarden Euro. Eine Zuckersteuer wäre ein wirksames Mittel, um die Hersteller zu einer Umstellung ihrer Produktion zu bewegen – wie in Großbritannien. Das einfache Prinzip dort: Wer mehr Zucker in seine Getränke mischt, muss höhere Steuern zahlen. Raten Sie mal, was passiert ist …

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