Alice Weidel, Co-Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, bei einer Pressekonferenz

Alice Weidel (Co-Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion). Foto: picture alliance/dpa | Sebastian Christoph Gollnow

Unternehmer und AfD: Hauptsache, der Rubel rollt …

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Die Welt kann so einfach sein, wenn man sie aus den Augen von Alice Weidel betrachtet. An den miesen Staatsfinanzen sind „die Ausländer“ schuld. Und für Anschub für die Wirtschaft sollten wir einfach billiges russisches Öl kaufen.

Nach dem Bundestags-Auftritt der Chefin der größten Oppositionspartei war eines einmal mehr deutlich: Geschäft der AfD sind Aufstachelung und Opportunismus. Es geht nicht um tragfähige Antworten auf drängende Probleme. Wie sonst soll es erklärbar sein, dass jemand das Land in so einer zentralen Frage wie der Energieversorgung (erneut!) dem Wohlwollen eines mörderischen Diktators ausliefern will?

Insofern spannend, dass Marie-Christine Ostermann, Präsidentin des mächtigen Lobby-Verbandes „Die Familienunternehmer“, für sich und ihre 6500 Mitglieder ein paar Tage zuvor mal eben lapidar erklärt hatte, die Brandmauer sei für sie überholt, man wolle künftig mit der mindestens in Teilen rechtsextremen AfD „reden“.

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Warum und worüber? Nun könnte man wohlwollend unterstellen, dass solche Gespräche dazu dienen sollen, deutlich zu machen, dass für die Unternehmer gesellschaftliche Grundwerte nicht verhandelbar sind. Allerdings zeigen sowohl die entsprechenden Kapitel der deutschen Geschichte als auch die aktuellen Ereignisse in den USA, dass wahrscheinlicher ist, dass für Teile der Wirtschaftsbosse die von populistischen Kräften kurzfristig versprochene Beinfreiheit und deren Normalisierung attraktiver ist als grundsätzliche Erwägungen zu Werten wie Demokratie und Freiheit. Und das wäre schlicht erbärmlich.

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