Weltfrauentag

Der Weltfrauentag wurde 1910 von der Frauenrechtlerin Clara Zetkin gefordert und ein Jahr später eingeführt– er steht für Kampf um Gleichberechtigung, die Rechte der Frauen und Emanzipation. Foto: imago images/IPON

Frauentag: Männer, wir müssen reden

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„Höhöhö, und wann is‘ Männertag?“ Haha. Brüller. Vergesst den silbernen Löffel im Mund: Wer als Mann geboren ist und lebt, der hat das ganze Jahr über die besseren Karten.

Ob im Job oder zu Hause, ob auf der Straße oder im Sport: Männer haben’s besser. Ist so. Und ist Mist. Der Frauentag ist kein Feigenblatt, kein Entgegenkommen, und schon gar nicht überflüssig. Er ist bitter nötig. Und wird es leider immer mehr. Denn wir waren auf dem Weg zur Gleichberechtigung schon mal weiter.

Pick-up-Artists und „Männlichkeitsinfluencer“ sind gerade dabei, der nächsten Generation ein Bild von Männern, Frauen und Geschlechterbildern einzupflanzen, das direkt aus dem letzten Jahrhundert kommt. Ein Viertel aller Jungen in Deutschland hat laut einer aktuellen Studie des Münchener IZI-Instituts ein Weltbild, das von einer vermeintlichen „natürlichen Dominanz“ der Männer geprägt ist und von LGBTQ+-Feindlichkeit.

Frauentag: Feminismus ist nicht nur etwas für Frauen

Solange Männer meinen, Feminismus sei nur etwas für Frauen, kommen wir nicht nur nicht weiter mit der Verbesserung der Gesellschaft. Solange machen wir Rückschritte.

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Und die betreffen nicht nur die Frauen, denn mit einer antifeministischen Haltung geht fast immer auch eine antidemokratische, dezidiert rechte Weltanschauung einher. Der Rechtsruck ist weiß Gott schon schlimm genug, der braucht nicht noch mehr Schwung.

Ach ja: Internationaler Männertag ist am 19. November. Wenn ihr dann demonstrieren wollt, müsst ihr das aber schon selbst organisieren.

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