Kontakt zur Realität verloren: Donald Trump beklagt sich vor Reportern, den Nobelpreis nicht bekommen zu haben.

Kontakt zur Realität verloren: Donald Trump beklagt sich vor Reportern, den Nobelpreis nicht bekommen zu haben. Foto: AFP

Diese Woche zeigt: Trump ist verrückt – hört auf, ihm in den Hintern zu kriechen

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Wenn es noch Zweifel gab, ob Trump wirklich verrückt geworden ist oder nur eine besonders perfide „Mad-Man“-Verhandlungstaktik an den Tag legt – diese Woche bringt auf bemerkenswerte Weise Klarheit. Das muss Folgen für den Umgang mit dem US-Präsidenten haben.

Drei Episoden, die im Nachrichtengewitter um Grönland beinahe untergehen, zeigen, dass Donald Trump tatsächlich den Bezug zur Realität verloren hat. Die erste handelt von Trumps kindischem Wunsch, unbedingt den Friedensnobelpreis zu bekommen, weil sein verhasster Vorgänger Barack Obama auch einen bekommen hatte. Trump hat dem norwegischen Premier per SMS geschrieben (und danach öffentlich gemacht), dass er stinksauer sei, dass „ihr Land mir nicht den Nobelpreis für das Beenden von 8 Kriegen PLUS“ verliehen hat. Daher denke er jetzt nicht mehr an Frieden und müsse sich Grönland schnappen.

Trump verhält sich wie ein Kleinkind an der Supermarktkasse

Gib mir meinen Willen oder ich drehe durch – Eltern kennen solches Konfliktverhalten von zwei- bis vierjährigen Kindern an Supermarktkassen. Wie ein geduldiger Papa kommentierte Norwegens Premier Jonas Gahr Støve, er hätte Trump jetzt schon mehrfach erläutert, dass das Nobelkomitee unabhängig entscheide, ohne Einfluss der Regierung. Das hielt Trump nicht davon ab, erneut bei CNN zu erklären, es sei ein „Witz“, zu glauben, dass Norwegen den Preis nicht kontrolliere.

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Einen Tag nachdem diese Episode öffentlich geworden war, drohte Trump Frankreich mit 200 Prozent Zöllen. Zusätzlich zu all den anderen verhängten, verkündeten und angedrohten Zöllen. Der Grund: Frankreich zögert, Trumps obskurem „Friedensrat“ beizutreten. Dessen Mitglieder sollen eine Art Gegen-UN unter absoluter Trump-Kontrolle formieren und als Erstes eine Milliarde Dollar überweisen. Natürlich kann Frankreich da nicht mitmachen. Aber Trump ist offensichtlich so gestört, dass er glaubt, Länder mit Drohungen dazu zu zwingen.

NATO-Chef schreibt peinliche Nachricht an Trump

Doch während die ganze Welt sich fragt, wie die USA solch einen Verrückten noch im Amt lassen können, ist Trump sich sicher, der beliebteste US-Präsident aller Zeiten zu sein. Als Beweis veröffentlichte er, nicht zum ersten Mal, eine schleimerische Nachricht von NATO-Chef Mark Rutte: „Herr Präsident, lieber Donald – was Du in Syrien erreicht hast, ist unglaublich. Ich werde meine Medienauftritte in Davos nutzen, um Deine Arbeit dort, in Gaza und in der Ukraine hervorzuheben. Ich kann es kaum erwarten, dich zu sehen. Dein Mark.“

Eine NATO-Sprecherin musste bestätigen, dass die Nachricht echt ist. Und Trump glaubt offenbar ernsthaft, dass die Worte wahr sind.

Hört auf, Trump in den Hintern zu kriechen

Jetzt sollte wirklich jedem klar sein, dass mit Trump kein normaler Umgang möglich ist. Es bringt nichts, ihn zu besänftigen. Es bringt nichts, ihm Zugeständnisse zu machen. Es bringt auch nichts, mit ihm Abkommen zu schließen. Und es ist völlig fahrlässig, unsere Sicherheit von den Versprechen dieses Mannes abhängig zu machen. Wenn Außenminister Johann Wadephul (CDU) dieser Tage dennoch behauptet, es gebe „überhaupt keinen Zweifel, dass die Vereinigten Staaten von Amerika voll und ganz zum Bündnis, zur NATO stehen und auch zur Verteidigung Europas“, dann muss man sich fragen, ob er selbst auch den Kontakt zur Realität verloren hat.

Trump kennt kein Recht, keine Verbündeten, nur nützliche Idioten. Die einzigen, vor denen er Respekt hat, sind Führer, die sich ihm entschlossen entgegenstellen. Europas peinliche Speichellecker müssen endlich aufhören, dem verrückten König in den Hintern zu kriechen.

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