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250 Jahre USA: Trump feiert sich selbst – Unwetterwarnung räumt das Fest zwischenzeitlich

Menschen schauen am National Mall in Washington ein großes Feuerwerk über einer beleuchteten Bühne.
850.000 Pyroeffekte in 35 Minuten – dieses Feuerwerk bildete den Höhepunkt der mehrtägigen Festlichkeiten.

Mit dem angeblich größten Feuerwerk der Geschichte und einer Rede von Präsident Trump kamen die Festlichkeiten zum 250. Jubiläum der USA zum Ende. Warum der Veranstaltungsort zwischenzeitlich evakuiert wurde.

Die Feier zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeit der USA zog sich wegen einer Unwetterwarnung bis tief in die Nacht. Bevor das große Feuerwerk losging, rühmte sich Präsident Trump seiner angeblichen Erfolge.

Donnernde Kampfjets, drohendes Unwetter und das angeblich größte Feuerwerk aller Zeiten: Mit einer Rede in Washington hat US-Präsident Donald Trump den Schlusspunkt unter die Festlichkeiten zum 250. Jubiläum der Vereinigten Staaten gesetzt. Trump beschwor am Unabhängigkeitstag das Bild einer von Gott auserwählten Siegernation, die dazu bestimmt sei, die Welt anzuführen.

250 Jahre USA: Trump nutzt die Bühne für den Wahlkampf

Auf die bei ihm sonst üblichen Anfeindungen gegen kritisch berichtende Medien oder in Ungnade gefallene Staaten verzichtete er. Dafür teilte Trump wie am Vortag gegen „Kommunisten“ aus, die er mit einem Krebsgeschwür verglich. „Amerika wird niemals ein kommunistisches Land sein. Das wird nicht passieren.“ Trump bringt die US-Demokraten, die bei den Zwischenwahlen im November die Mehrheiten in beiden Parlamentskammern übernehmen könnten, immer wieder in den Zusammenhang mit dem Kommunismus.

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Zwischen allerhand Ehrungen für Veteranen wechselte Trump auch immer wieder in den Wahlkampfmodus und warb etwa für seinen „Save America Act“. Das Gesetz sieht neue Regeln für Wahlen vor und findet seit Monaten keine Mehrheit im Kongress. Zudem rühmte er sich seiner angeblichen politischen Errungenschaften in der zweiten Amtszeit. 

Direkt im Anschluss an die Rede erleuchteten Hunderte Raketen den Himmel über der US-Hauptstadt. Laut den Veranstaltern sollte es das größte Feuerwerk der Geschichte sein: Die Rede war von 850.000 Pyroeffekten in 35 Minuten.

Donald Trump spricht am Rednerpult auf der National Mall, US-Flaggen im Hintergrund.
Trump beschwor in seiner Rede das Bild einer von Gott auserwählten Siegernation.

Das Spektakel bildete den Höhepunkt der mehrtägigen Feierlichkeiten, die eigentlich ganz anders hätten laufen sollen. Etliche Künstler hatten Konzerte mit der Begründung abgesagt, die Veranstaltungsreihe sei ihnen zu politisch aufgeladen. Trump kündigte daraufhin an, stattdessen „die Nummer-eins-Attraktion auf der ganzen Welt“ auf die Bühne zu bringen: sich selbst.

US-Festgelände wegen Unwetterwarnung evakuiert

Auch das Wetter beeinträchtigt die Feierlaune – nicht nur in Washington. Seit Tagen ächzt die US-Hauptstadt unter Temperaturen von fast 40 Grad. Auf die Hitze folgte am Abend dann der Donner: Wegen einer Unwetterwarnung wurde der Veranstaltungsort zwischenzeitlich sogar evakuiert, Tausende Besucher mussten das Festgelände verlassen. 

Seit Wochen nutzt Trump das 250. Gründungsjubiläum und damit verbundene Veranstaltungen, um sich und seine Erfolge zu rühmen. Innenpolitisch steht er unter Druck, seine Beliebtheitswerte sind unter dem Eindruck des Iran-Kriegs deutlich gesunken.

Der 4. Juli wird in den USA traditionell als Unabhängigkeitstag gefeiert. Abgesandte der 13 amerikanischen Kolonien nahmen am 4. Juli 1776 offiziell eine Erklärung an, mit der sie sich als Vereinigte Staaten von Amerika von Großbritannien loslösten. Dies war die Geburtsstunde der USA. (dpa/mp)

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