Touri-Hotspot rüstet auf: Mehr Wachsamkeit an der Ostseeküste
Mit dem Ausbau der Radarabdeckung soll der maritime Verkehrsraum besser überwacht werden. Der Standort ist auch touristisch bedeutend – bis zum Start sind intensive Behördenabstimmungen nötig.
Am Kap Arkona (Landkreis Vorpommern-Rügen) soll eine neue Radaranlage zur Überwachung gebaut werden. Die Verkehrsentwicklungen – zum Beispiel im Hafen Mukran (LNG-Verkehre) haben dabei zu einem erhöhten Bedarf in diesem Seegebiet beigetragen, teilte eine Sprecherin des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Ostsee mit.
Nach heutigem Stand soll die Anlage – vorbehaltlich des weiteren Planungsverlaufs – 2027 in Betrieb genommen werden. Wie hoch die Investitionskosten sind, ist laut Sprecherin aktuell noch unklar.
Kap Arkona bietet gute Übersicht
„Der Standort am Kap Arkona wurde ausgewählt, da er durch seine geografische Erhöhung eine besonders gute Übersicht über das Seegebiet bietet.“ Wegen der ökologischen Sensibilität und der touristischen Bedeutung des Standortes seien die Abstimmungen mit den kommunalen Behörden nach Angaben der Sprecherin „besonders intensiv“.
Für den geplanten Ausbau war die allgemeine Verkehrsentwicklung analysiert worden. Die Planungen laufen laut WSA im Rahmen der Maritimen Verkehrssicherung.
Aktuell Übergangslösung
Das Amt ist für die Überwachung und Sicherung des zivilen Schiffsverkehrs in der Ostsee verantwortlich. Die Technik zur Verkehrsüberwachung werde demnach regelmäßig überprüft und angepasst, um die Sicherheit im maritimen Verkehrsraum „dauerhaft auf hohem Niveau zu gewährleisten“.
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Um diese Verkehrsüberwachung zuverlässig sicherzustellen, arbeitet das WSA aktuell mit dem Hafen Sassnitz zusammen, teilte die Sprecherin mit. „Dessen Radardaten werden in das System der Verkehrsraumüberwachung integriert.“ Diese Übergangslösung gewährleiste die erforderliche Übersicht, ersetze jedoch nicht den geplanten Ausbau der Radarabdeckung am Kap Arkona. (dpa)
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