Die Staatsanwaltschaft geht dem Verdacht der Sabotage an Marine-Versorgungsschiffen nach (Symbolfoto).

Die Staatsanwaltschaft geht dem Verdacht der Sabotage an Marine-Versorgungsschiffen nach (Symbolfoto). Foto: picture alliance / dpa/Stefan Sauer

Schon wieder Sabotage an Marine-Schiffen im Norden

Die Staatsanwaltschaft Rostock ermittelt zu mutmaßlicher Sabotage an Marine-Versorgungsschiffen. Diese reihen sich ein in ähnliche Fälle der letzten Zeit.

Die Staatsanwaltschaft Rostock geht dem Verdacht der Sabotage an Marine-Versorgungsschiffen nach. Laut Generalstaatsanwaltschaft Rostock sind die Ermittlungen auf Strafanzeigen der Marine im Februar und Oktober 2025 eingeleitet worden. Es seien Beschädigungen bzw. Manipulationen an schiffstechnischen oder elektrischen Anlagen festgestellt worden. Zuvor hatte der „Nordkurier” berichtet.

Die Verfahren haben demnach den Verdacht auf Sabotagehandlungen an Verteidigungsmitteln (§ 109e StGB) zum Gegenstand. Weitere Details nannte die Generalstaatsanwaltschaft nicht. Dabei handelt es sich bei den zuvor genannten beiden Booten nicht um den älteren Vorfall zu dem Minenjagdboot.

Anfang 2025 war bekannt geworden, dass bei einem Minenjagdboot Kabelbäume durchtrennt worden waren. „Die Ermittlungen zu jenem Vorfall sind im letzten Jahr abgeschlossen worden, ohne dass ein Tatverdächtiger festgestellt werden konnte”, schrieb der Sprecher.

Brand im Überseehafen

Bereits im vergangenen Jahr war auch bekannt geworden, dass die Staatsanwaltschaft Rostock wegen eines Brandes im Überseehafen dem Sabotageverdacht nachgeht. Bei dem Feuer am 14. Mai brannte ein 150 Meter langes Förderband einer Getreide verarbeitenden Firma an mehreren Stellen. Hierbei besteht laut Generalstaatsanwaltschaft Rostock der Verdacht verfassungsfeindlicher Sabotage (§ 88 StGB). Der Schaden belaufe sich auf etwa eine Millionen Euro.


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„Der Spiegel” hatte berichtet, dass dieser Vorfall auch das Bundeskriminalamt (BKA) und das Bundesamt für Verfassungsschutz beschäftigte. Der Rostocker Überseehafen diene als Umschlagplatz für Im- und Export von ukrainischem Getreide, hieß es demnach in einem vertraulichen Papier.

Die auf Anzeigen der Marine im Februar und Oktober 2025 gestarteten Ermittlungen sowie zu dem Brand dauern laut Generalstaatsanwaltschaft an. „Tatverdächtige sind bislang nicht ermittelt worden.”

Wiederholte Marine-Inspekteur Sabotage

Der Inspekteur der Marine, Jan Christian Kaack, hatte im Februar vergangenen Jahres berichtet, Saboteure hätten in mehr als einem Fall gezielte Schäden an Kriegsschiffen in Deutschland angerichtet. Es gebe „auf mehr als einer Einheit Zerstörung, also Sabotage”, sagte der Vizeadmiral.

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Erst Anfang Februar dieses Jahres wurde bekannt, dass Haftbefehle gegen zwei Männer vollstreckt worden sind, wegen des Verdachts der versuchten Sabotage an einem für die deutsche Marine vorgesehenen Schiff. Sie sollen im vergangenen Jahr während ihrer Tätigkeit im Hamburger Hafen an mehreren Korvetten Sabotagehandlungen vorgenommen haben. (dpa/mp)

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