Die Kegelrobbe Molly schaut bei ihrer Auswilderung aus einer Transportkiste auf die Nordsee.

Die Kegelrobbe Molly schaut bei ihrer Auswilderung aus einer Transportkiste auf die Nordsee. Foto: picture alliance/dpa/Daniel Bockwoldt

Wie schön! Hier kehren Karlsson, Marieke, Smilla und Molly zurück in die Nordsee

Vier junge Kegelrobben kehren nach erfolgreicher Pflege aus der Seehundstation Friedrichskoog zurück in die Nordsee. In den kommenden Wochen folgen weitere Auswilderungen.

Die ersten Kegelrobbenheuler dieser Geburtensaison sind aus der Seehundstation Friedrichskoog (Kreis Dithmarschen) ausgewildert worden. Die vier Jungtiere Karlsson, Marieke, Smilla und Molly wurden in Transportboxen an die Nordsee gebracht und dort in die Freiheit entlassen.

In den kommenden Wochen sind weitere Auswilderungen junger Kegelrobben geplant, wie die Seehundstation mitteilte. Aktuell befinden sich nach der Auswilderung der vier Jungtiere noch 18 weitere junge Kegelrobben in der Seehundstation Friedrichskoog.

Jungtiere haben Mindestgewicht erreicht

Karlsson, Marieke und Smilla wurden im November auf der Helgoländer Düne gefunden. Sie hatten noch kein ausreichendes Gewicht, um alleine zu überleben. Molly wurde am 28. Dezember als abgestilltes Jungtier mit einer schweren Bissverletzung zur Rehabilitation an die Station übergeben. Sie brachte bei der Einlieferungsuntersuchung beachtliche 39,1 kg auf die Waage.

Kegelrobbe Karlsson schaut nach der Auswilderung auf das gefrorene Ufer der Nordsee. picture alliance/dpa/Daniel Bockwoldt
Kegelrobbe
Kegelrobbe Karlsson schaut nach der Auswilderung auf das gefrorene Ufer der Nordsee.

Mollys Verletzung ist nun abgeheilt und die anderen drei Jungtiere bringen das Mindestauswilderungsgewicht von rund 35 bis 40 Kilogramm bei weiblichen und 40 bis 45 Kilogramm bei männlichen Kegelrobben erreicht.

Geburtenzahl steigt kontinuierlich an

Kegelrobben sind die größten Raubtiere Deutschlands. Sie können nach Angaben der Deutschen Wildtierstiftung bis zu 2,5 Meter lang und 300 Kilogramm schwer werden. Die Tiere sind in Deutschland nach dem Bundesnaturschutzgesetz und der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie der EU streng geschützt. Im Gegensatz zu den Seehunden liegt die Geburtenzeit der Kegelrobben im Winter.

Zwei Kegelrobben schwimmen nach ihrer Auswilderung im teils gefrorenen Wasser der Nordsee. picture alliance/dpa/Daniel Bockwoldt
Zwei Kegelrobben schwimmen nach ihrer Auswilderung im teils gefrorenen Wasser der Nordsee.
Zwei Kegelrobben schwimmen nach ihrer Auswilderung im teils gefrorenen Wasser der Nordsee.

Helgoland beherbergt nach Angaben der Gemeinde und des Vereins Jordsand den größten Kegelrobbenbestand in Deutschland. Den Angaben zufolge ist die Geburtenzahl seit der ersten Kegelrobbengeburt dort im Winter 1996/97 jährlich angestiegen.

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Nach Angaben des Vereins sind auf der Helgoländer Düne am 11. Dezember die meisten Tiere gezählt worden: 1049 Jungtiere und 2115 Kegelrobben insgesamt. Danach seien weitere Tiere geboren worden. Bei einem weiteren Zähltermin Ende Dezember hätten die ersten Jungtiere die Düne aber bereits verlassen. Seit Mitte Januar sind auch die Strände der Düne wieder begehbar. (mp/dpa)

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