Wegen des Iran-Kriegs: Fähre auf der Elbe erhebt Zuschlag
Die Dieselpreise sind aufgrund des Iran-Krieges gestiegen. Zuletzt kritisierten Politiker Mineralölkonzerne und warfen ihnen „Abzocke“ vor. Jetzt erhebt die Elbfähre einen gestaffelten Zuschlag.
Der Krieg im Iran hat jetzt auch Folgen auf der Elbe: Wegen der sprunghaft gestiegenen Dieselpreise führt die Elbfähre Glückstadt-Wischhafen einen befristeten Zuschlag ein. Für alle seit dem 23. März gekauften Tickets gelte ein Treibstoffzuschlag von 20 Cent bis 1,80 Euro, teilte der Betreiber FRS Elbfähre Glückstadt Wischhafen auf seiner Homepage mit. „Dies ist notwendig, um die derzeit erhöhten Kosten decken zu können“, hieß es. Zuvor hatten die „Cuxhavener Nachrichten“ und der NDR darüber berichtet.
Zuschlag auf Elbfähre: 80 Cent für Autos
Die Höhe des Zuschlags ist demnach gestaffelt: Passagiere zahlen 20 Cent, für Autos und Motorräder werden 80 Cent fällig, für Lkw, Busse und Camper 1,80 Euro – jeweils zusätzlich zum bisherigen Ticketpreis. Der Zuschlag soll den Angaben zufolge nur befristet gelten. „Wir hoffen sehr, dass sich die Lage zeitnah normalisiert, sodass schnellstmöglich wieder der ursprünglich geplante Fahrpreis gültig sein kann“, hieß es.

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Hintergrund ist der sprunghafte Anstieg der Dieselpreise durch den Iran-Krieg. Seit der Konflikt im Nahen Osten eskaliert ist, steigen die Preise für Öl und in der Folge auch für Benzin, Diesel und Heizöl. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Straße von Hormus. Durch dieses Nadelöhr vor der Küste des Irans fahren rund ein Fünftel der globalen Öltransporte.
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Höhere Fahrpreise gelten vom kommenden Mittwoch an auch auf der Weserfähre zwischen Bremerhaven und Nordenham. Passagiere zahlen dort dann 50 Cent mehr für die einfache Fahrt, für ein Auto samt Fahrer steigt der Preis um einen Euro. Grund sind laut Betreiber aber nicht die hohen Spritpreise, sondern die angespannte Haushaltslage der Gesellschafterstädte Bremerhaven und Nordenham sowie erheblich gestiegene Betriebs- und Personalkosten. Zuvor hatte das Regionalmagazin „buten un binnen“ darüber berichtet. (dpa/mp)
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