Zahlreiche Wohnungen und Geschäftsräume wurden im Stadtteil Gaarden durchsucht.

Zahlreiche Wohnungen und Geschäftsräume wurden im Stadtteil Gaarden durchsucht. Foto: News5/Sebastian Peters

Was ist da los? 400 Polizisten im Großeinsatz – Verkehrschaos

Aufregung in Kiel: Wegen mehr als 30 Ermittlungsverfahren durchsucht die Polizei zahlreiche Gebäude. Die Beamten raten zurzeit, den Bereich weiträumig zu umfahren. Was bisher bekannt ist.

In Kiel-Gaarden läuft aktuell ein größerer Polizeieinsatz. Seit 6 Uhr durchsuchen Polizei und Staatsanwaltschaft etwa 40 Wohnungen und Geschäftsräume. Rund um den Bereich zwischen Werftstraße, Iltisstraße, Ostring und dem Vinetaplatz kommt es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Straßen sind teilweise gesperrt, der Verkehr staut sich. Die Polizei bittet Autofahrer, das Gebiet weiträumig zu umfahren.

Großeinsatz in Kiel: Mehr als 30 Ermittlungsverfahren – mehrere Festnahmen

Das Ziel der Aktion: Die Organisierte Kriminalität im Zusammenhang mit Drogendelikten zu bekämpfen. Aufgrund der Vielzahl der Objekte sind rund 400 Polizeikräfte und zehn Staatsanwälte im Einsatz – darunter Spezialkräfte aus Schleswig-Holstein und Hamburg. Hintergrund der Aktion sind mehr als 30 Ermittlungsverfahren. 

Bei den Razzien am Dienstag wurden die Polizisten fündig: Sie stellten diverse Beweismittel, darunter Mobiltelefone, Bargeld und weitere tatrelevante Gegenstände sicher. Drei Männer im Alter von 24, 33 und 34 Jahren wurden vorläufig festgenommen und sollen im Laufe des Tages auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kiel einem Haftrichter vorgeführt werden.

Die Maßnahmen werden voraussichtlich bis zum frühen Nachmittag andauern. Zu keinem Zeitpunkt bestand eine Gefahr für die Bevölkerung.

Ermittler planten umfassendere Strategie

Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten, hat sich der Straßenhandel zunehmend in Wohnungen verlagert, aus denen rund um die Uhr Drogen an Konsumenten verkauft werden. Wegen des Entdeckungsrisikos lagern die Täter den Angaben nach dort jedoch nur geringe Mengen. Bisher gelang es nicht, den Handel dauerhaft zu stoppen. 

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Deshalb planten die Ermittler über mehrere Monate eine umfassendere Strategie. Ziel war es, die Täter daran zu hindern, auf Durchsuchungen einzelner Objekte rechtzeitig zu reagieren und Beweise oder Drogen zu verstecken. In verdeckten Ermittlungen identifizierten sie dabei mehr als 30 mutmaßlich Beteiligte sowie Verkaufswohnungen und Verstecke. (idv/dpa)

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