Die Maschinenbauer Malte und Jörg schweißen die Stahlteile der neuen Buchstaben für das Wacken-Logo zusammen.

Die Maschinenbauer Malte und Jörg schweißen die Stahlteile der neuen Buchstaben für das Wacken-Logo zusammen. Foto: picture alliance/dpa | Jonas Walzberg

Wacken immer noch nicht ausverkauft: Hilft ein neues Schild?

Wind, Wetter und „Jahre Metal“ haben Spuren hinterlassen. Jetzt bekommt das berühmte Wacken-Schild ein Update – gefertigt in der Region, mit viel Herzblut und 1,25 Tonnen Stahl.

Für Fans des Heavy-Metal-Festivals im schleswig-holsteinischen Wacken ist es ein Fixpunkt. Das große Wacken-Schild auf einer Wiese vor dem Ortseingang der kleinen Gemeinde im Kreis Steinburg erstrahlt demnächst in neuem Glanz: Eine Maschinen- und Metallbaufirma aus Itzehoe produziert einen neuen Schriftzug aus Metall. „Wind, Wetter und viele „Jahre Metal” haben ihre Spuren hinterlassen”, sagte ein Sprecher der Veranstalter der Deutschen Presse-Agentur.

Wacken: Wo steht der neue Schriftzug?

Der erste Metall-Schriftzug stammte ebenfalls von der Itzehoer Firma. „Die Schilder wurden 2012 gebaut und standen seit rund zehn Jahren auf der Koppel”, sagte der Festivalsprecher. Die Veranstalter wollten diese Wahrzeichen jedoch langfristig erhalten, deshalb seien die Buchstaben nun ausgetauscht und der Schriftzug insgesamt instand gesetzt geworden.

Das neue Wacken-Schild mit großen Buchstaben. picture alliance/dpa | Jonas Walzberg
Das neue Wacken-Schild mit großen Buchstaben.
Das neue Wacken-Schild mit großen Buchstaben.

Ein Schriftzug steht am Ortseingang nach Wacken aus Richtung Gribbohm nahe der Straße, der andere befindet sich direkt auf dem Festivalgelände. „Die Buchstaben sind für die Region ein ganzjähriges Monument – vergleichbar mit dem markanten Turm am Shop”, sagte der Festivalsprecher.

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„Zugleich sind die Schriftzüge für Fans aus aller Welt ein beliebtes Fotomotiv – nicht nur während des Festivals, sondern das ganze Jahr über.” Sie repräsentierten das Festival, die Metal-Community und die Gemeinde.

Neues Wacken-Schild: 180 Arbeitsstunden, 1,25 Tonnen

Rund 150 Arbeitsstunden habe der Betrieb mittlerweile in den ersten Schriftzug investiert, sagte Feinwerkmechanikermeister Jonas John. „Ich schätze, am Ende sind wir so bei 180 Stunden.” Es handele sich um herkömmlichen Baustahl. Der sieht derzeit noch grau aus. Das wird sich aber vor Ort schnell ändern. „Das Besondere dabei ist aber, dass der Rost braun wird.” Das werde voraussichtlich etwas dauern. „Die ersten Verfärbungen setzen schon nach ein paar Wochen ein.” Zu den Kosten machten die Veranstalter keine Angaben.

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Sein Chef stamme aus Wacken, sagte John. „Viele Mitarbeiter gehen auch selber zum Wacken-Festival, kommen aus der Region, wohnen gleich ein Dorf weiter oder direkt in Wacken.” Der Betrieb habe für das Festival bereits diverse Stahlprojekte übernommen. „Der Schriftzug hat ein Gesamtgewicht von 1,25 Tonnen. Der ist insbesondere so schwer, weil darunter noch eine große Stahlkonstruktion aus Stahlträgern ist, damit das Ganze auch standfest auf dem Feld steht und nicht einfach umfällt.” Die Buchstaben selbst sind etwas mehr als mannshoch.

Festival: Es sind noch Karten verfügbar

Noch gibt es Karten für das Wacken Open Air (W:O:A) vom 29. Juli bis 1. August. Es gilt als eines der größten Heavy-Metal-Festivals weltweit. Für diesen Sommer haben unter anderem die Bands Judas Priest, Def Leppard, Powerwolf, Hämatom, In Flames und Saxon sowie Heavysaurus, Uli Jon Roth, Arch Enemy, Yngwie Malmsteen und Rose Tattoo zugesagt.

Zu dem Festival in Wacken mit seinen insgesamt acht Bühnen werden jährlich rund 85.000 „Headbanging-Fans” erwartet. Der Ticketpreis liegt in diesem Jahr bei 349 Euro. Für das Festival im vergangenen Sommer waren die 85.000 Tickets bereits Ende September 2024 ausverkauft. (dpa/mp)

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