Der Kühlergrill eines VW (Symbolbild).

Der Kühlergrill eines VW (Symbolbild). Foto: Julian Stratenschulte/dpa Pool/dpa

VW-Fahrer dreht durch – wer hat den Radfahr-Schläger gesehen?

Ein Streit um die Vorfahrt ist vergangene Woche in Lübeck aus dem Ruder gelaufen: Erst schlug ein Autofahrer einem Radfahrer ins Gesicht, dann riss er die Kennzeichen von seinem Wagen und raste davon.

Es ist eine Begegnung, wie es sie häufig im Stadtverkehr gibt: ein Streit um die Vorfahrt. Weniger häufig ist, dass ein Kontrahent dem anderen ins Gesicht schlägt, dann die Kennzeichen von seinem eigenen Wagen abreißt und einfach wegfährt.

VW-Fahrer schlägt Radfahrer – Flucht mit abgerissenen Kennzeichen

Am Freitagnachmittag gegen 14.30 Uhr fuhren ein 48-Jähriger und eine 40-Jährige auf ihren Rädern durch Lübeck. An der Kreuzung Kahlhorststraße/Dorfstraße sei nun plötzlich ein VW direkt vor ihnen abgebogen und habe ihnen so die Vorfahrt genommen. Der 48-Jährige schlug aus Ärger darüber auf das Dach des Golfs.

Das erboste den VW-Fahrer so sehr, dass er ausstieg und dem Radfahrer ins Gesicht schlug. Dann – wohl, um seine Identifizierung zu erschweren – riss der Mann die Autokennzeichen von seinem Golf ab und raste davon, bislang unerkannt.

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Weil der Verkehrsrowdy weiterhin nicht geschnappt werden konnte, bittet die Polizei Lübeck nun um Hinweise. Der Täter soll etwa 30 Jahre alt, 1,75 Meter groß und schlank sein. Die Polizei spricht von einem „südländischen“ Erscheinungsbild. Zur Tatzeit trug der Mann einen Dreitagebart, dunkle Kleidung und einen braunen Strickpullover. In seinem Golf habe außerdem eine eher kleine Frau mit schwarzem Kopftuch und schwarzer Oberbekleidung gesessen. Wer den Mann gesehen hat oder andere Angaben zu der Auseinandersetzung machen kann, wird gebeten, die Ermittler unter der Nummer (0451) 13 10 zu informieren.

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