Verdacht der Geldwäsche: Großrazzia im Norden – Bordell durchsucht
Nach langen Ermittlungen hat das Landeskriminalamt (LKA) am Mittwochmorgen eine großangelegte Razzia im Rotlicht-Milieu durchgeführt. Gestürmt wurden Bordelle, Geschäfte und Wohnungen in Kiel, Flensburg und Harrislee. Der Verdacht: Illegales Glücksspiel und Geldwäsche.
Laut einer Sprecherin des LKA Schleswig-Holstein ermittele man schon seit 2023. Es bestand der Verdacht, dass Personen, die der organisierten Kriminalität zuzurechnen sind, Gelder aus Straftaten verschleiert und damit in legale Geschäfte investiert haben sollen. Über Strohleute sollen die Hintermänner dann Immobilien in Kiel und Flensburg erworben haben. Wie die MOPO erfuhr, richteten sich die Maßnahmen gegen acht Beschuldigte. Festnahmen gab es aber keine.
Immobilien im Wert von mehreren Millionen Euro sichergestellt
Nachdem genügend Erkenntnisse und Beweise erlangt worden waren, wurden die Durchsuchungsmaßnahmen von der Generalstaatsanwaltschaft angeordnet und am Mittwochmorgen vollstreckt. Insgesamt wurden 14 Objekte durchsucht, darunter ein Bordell in Kiel. Im Zuge der Gewinnabschöpfung wurden Immobilien im Wert von rund 2,6 Millionen Euro sowie Vermögenswerte über 540.000 Euro gesichert.
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