Tut schon beim Hinschauen weh: Die Augen des geretteten Silberfuchses sind stark entzündet. Foto: instagram.com/wildtierundartenschutzzentrum

„Übelste Haltung“: 13 Silberfüchse aus Gefangenschaft gerettet

Nach einem Einsatz des Veterinäramts sind in Dithmarschen 13 Silberfüchse aus katastrophalen Haltungsbedingungen befreit worden. Die Tiere lebten über Jahre eingesperrt in Containern – ohne artgerechte Pflege, ohne Auslauf, ohne angemessene Ernährung.

Wie das Wildtier- und Artenschutzzentrum Klein Offenseth-Sparrieshoop mitteilt, wurden die Füchse auf Anforderung der Behörden übernommen. Sie hatten demnach jahrelang lediglich trockenes Brot als Futter erhalten. Die Haltung erfolgte in kleinen, stark verschmutzten Räumen, die mit Kot und Urin belastet waren. Stationsleiter Christian Erdmann spricht in einem Video auf Instagram und Facebook von „übelster Haltung“.

Die Folgen sind deutlich sichtbar: Viele der Tiere leiden unter stark gereizten Augen, ausgelöst durch die Ammoniakdämpfe in den Containern. Immerhin: Abgesehen davon befinden sich die Silberfüchse laut ersten Untersuchungen körperlich in einem vergleichsweise stabilen Zustand.

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Im Wildtierzentrum werden die Tiere nun versorgt, medizinisch betreut und schrittweise an bessere Bedingungen gewöhnt. Silberfüchse werden auch auf Pelzfarmen unter erbärmlichen Bedingungen gehalten, weil viele Menschen zwar keine Pelzmäntel mehr tragen würden, ein Stück echten Silberfuchs an ihrer Kapuze aber immer noch schön finden. 2023 wurden alleine in Polen 30 000 Silberfüchse für Kapuzen und Kragen getötet. Bis 2034 will das Land alle Pelzfarmen verbieten, dann bleiben noch Griechenland, Litauen, Spanien und Finnland als europäische Pelzproduzenten.

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