Aufschrift "Polizei" auf schusssicherer Weste von Polizisten mit Landeswappen von Schleswig-Holstein

Die Polizei verschickt jetzt Briefe an Tausende, in denen sie zu ihrem persönlichen Gefühl befragt werden. Foto: picture alliance / Eibner-Pressefoto | Eibner-Pressefoto/Marcel von Fehrn

Student aus dem Norden seit elf Jahren vermisst – Polizei hat neue Spur

Elf Jahre nach dem Verschwinden eines Studenten aus Neumünster tauchen Knochen im Gehölz auf. Nun soll ein Gutachten klären, welchen Ursprung sie haben. Die Staatsanwaltschaft hat eine Belohnung ausgesetzt.

Bei einem Sucheinsatz nach dem Leichnam eines seit elf Jahren vermissten Studenten haben Einsatzkräfte im Brachenfelder Gehölz bei Neumünster im Erdreich Knochen gefunden. Deren Ursprung konnte noch nicht zweifelsfrei zugeordnet werden, berichtete eine Sprecherin des Landeskriminalamtes. Ein Gutachten der Rechtsmedizin steht noch aus. Die neue Suchaktion war auf Basis neuer Erkenntnisse der Abteilung für ungeklärte Fälle des Landeskriminalamtes (Cold Case Unit) erfolgt.

Student aus Neumünster verschwunden: Staatsanwaltschaft setzt Belohnung aus

Bereits im Februar hatten Einsatzkräfte in einem Waldgebiet nördlich von Neumünster mehrere Tage lang erfolglos nach dem Leichnam des Studenten gesucht. Dabei waren auch Leichenspürhunde zum Einsatz gekommen. Überprüft wurden zudem ehemalige Baugruben an der Bundesstraße 4, die zum Zeitpunkt des Verschwindens offen waren. Diese Suchmaßnahmen blieben ohne Erfolg.


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Für Hinweise, die zum Auffinden der Leiche und zu dem Täter oder den Tätern führen, hat die Staatsanwaltschaft eine Belohnung in Höhe von 1500 Euro ausgelobt.

Ermittlungen der Spezialabteilung gehen weiter

Die Cold-Case-Unit ermittelt nach Abschluss der Suche weiter zum Verschwinden eines damals 28 Jahre alten Maschinenbau-Studenten aus Neumünster im Dezember 2014. Es wird von einem Tötungsdelikt ausgegangen. Die Leiche wurde bisher nicht gefunden.

Der junge Mann war zuletzt am Mittag des 15. Dezember 2014 von seiner Freundin in ihrer Neumünsteraner Wohnung gesehen worden. Am Abend desselben Tages meldete sie ihn als vermisst. Das Auto des 28-Jährigen wurde fünf Tage später in Hamburg gefunden. Im Januar 2015 geriet außerdem ein Leihanhänger mit einer auffälligen gelben Plane in den Fokus, der offenbar von dem jungen Mann genutzt worden war. 

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Ein Tatverdacht richtete sich gegen zwei damals 28 und 26 Jahre alte Männer aus Neumünster und Kappeln, die zum Umfeld des Vermissten gehörten. Die Tat konnte ihnen jedoch nicht nachgewiesen werden, wie die Ermittler berichteten. (dpa/mp)

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