Im Norden
Stillstand auf Bahnstrecke im Norden – der Grund war tierisch
Neun Schafe haben für eineinhalb Stunden Stillstand auf der Strecke Flensburg-Kiel gesorgt. Schon vergangene Woche ereignete sich ein ähnlicher Vorfall. Auch auf die Fahrgäste wirkte sich das aus.
Neun Schafe im Gleis haben die Bundespolizei bei Mohrkirch (Kreis Schleswig-Flensburg) beschäftigt und für eine Sperrung der Bahnstrecke zwischen Flensburg und Kiel gesorgt.
Die Beamten konnten die Tiere bei dem Vorfall am Dienstagnachmittag mit Hilfe des Schafhalters auf eine Weide treiben, wie die Bundespolizei am Mittwoch mitteilte. Die Schafe konnten weglaufen, weil die Einfriedung der Weide nicht in Ordnung war. Die Bahnstrecke war etwa eineinhalb Stunden gesperrt.
Zu wenig elektrischer Draht – Tiere reißen aus
Bereits am Freitag war die Bundespolizei wegen Schafen im Gleis im Einsatz gewesen. Betroffen war die Strecke zwischen Flensburg und dem dänischen Padborg. In diesem Fall wurde die Bahnstrecke gesperrt, um vier Tiere aus dem Gefahrenbereich zu holen. Hier war ein Mangel am elektrischen Draht die Ursache für den Ausbruch der Tiere.
Die Bundespolizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Tierhalter, insbesondere in Gleisnähe, für den einwandfreien Zustand ihrer Weidezäune verantwortlich sind. Kommt es zum Ausbruch von Tieren und muss ein Zug gegebenenfalls bremsen, könnte ein gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr vorliegen – also eine Straftat. Menschen im Zug könnten zudem bei einer Bremsung verletzt werden. Der Verantwortliche könnte auch für Zugverspätungen und -Ausfälle in Regress genommen werden. (dpa)
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