So dicht am Wasser liegt kaum eine andere Stadt im Norden

Lauenburg
Lauenburg liegt gleich an drei Wasserwegen.

Sie stehen in Vorgärten, hängen an Hauswänden, zieren Tassen und Teller und geben Gaststätten ihren Namen: Anker sind in Lauenburg allgegenwärtig. Verwunderlich ist das nicht, der Ort zwischen Elbe, Elbe-Lübeck-Kanal und Elbe-Seiten-Kanal ist schließlich als Schifferstadt bekannt. Nur 40 Autominuten von Hamburg entfernt, steht Lauenburg so dicht am Wasser, dass es oft von Hochwasser bedroht ist. Besonders In der historischen Unterstadt gibt es viel zu entdecken.

Häuser mit Geschichte(n)

Ältestes Haus in Lauenburg
Das Mensingsche Haus von 1573 ist das älteste Haus der Stadt.

Kleiner Tipp: Wer Lauenburg besucht, sollte festes Schuhwerk anziehen, um auf dem Kopfsteinpflaster sicher voranzukommen. Auch wenn das Städtchen nicht groß ist, kann so ein Spaziergang lange dauern, denn an fast jedem Haus hängt eine Infotafel, die von ehemaligen Bewohnern und Erbauern erzählt: spannende Geschichten, wie die vom Hoftrompeter Elias Klörn, der 1651 in die Elbstraße 40 einzog. Oder vom Haus der Tabakfabrikanten, die seit 1744 in mehreren Generationen auf dem Großen Sandberg 2 Zigarren herstellten.

Schloss mit Aussicht

Askanierblick
Vom „Askanierblick“ am Schloss kann man weit über Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg schauen.

Hinter der Maria-Magdalenen-Kirche führt der Wallweg, kopfsteingepflastert und steil, in die Oberstadt zum Schloss. Im Gebäude ist heute das Rathaus untergebracht. Vom Schloss steht außerdem noch der Turm mit Zwinger. Viele Bänke und kleine Gärten gibt es hier, von denen man den Weitblick über das Dreiländereck Schleswig-Holstein, Mecklenburg und Niedersachsen sowie die Elblandschaft genießen kann. Schon die Askanier, eines der ältesten Adelsgeschlechter Norddeutschlands, liebten diesen nach ihnen benannten Ausblick.

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Cafe von Herzen
Torten auf dem Teller, die Elbe vor dem Fenster: das Cafe von Herzen lohnt einen Besuch.

Terrassen an der Elbe

Was wäre ein Ausflug ohne Einkehr? Fisch essen kann man im „Alten Schifferhaus“ am Elbufer. Geöffnet ist wochentags ab 13 Uhr, am Wochenende ab 12 Uhr. Tortenstücke im Großformat schmecken im „Café von Herzen“ (Mo und Di Ruhetag, sonst ab 9 Uhr geöffnet) in der Elbstraße 46-50. Hier gibt es außerdem Lauenburg-Souvenirs (mit Ankermotiv!) zu kaufen, und bei schönem Wetter hat die Terrasse geöffnet. Das kürzlich eröffnete Stadtcafé an der Alten Wache 8 (wochentags von 8 bis 17 Uhr geöffnet, Sa bis 13 Uhr, So geschlossen) lohnt genauso einen Besuch wie das „Hotel Bellevue“ mit dem Charme der 60er Jahre und einem großen Biergarten in der Blumenstraße.

Der Rufer
Der Rufer an der Dampfer-Anlegestelle ist eine Lauenburger Symbolfigur.

Schiffe und Schleusen

Genauso wie die Figur des „Rufers“, gehört der 125 Jahre alte Raddampfer Kaiser Wilhelm zu den Sehenswürdigkeiten in Lauenburg. Der Rufer ist ein Symbol für die mehr als 700-jährige Tradition der Elbschifffahrt, die Lauenburg geprägt hat. Der Raddampfer startet am 10. Mai zur ersten Tour nach Bleckede. Wer mitfahren möchte, muss sich beeilen, die Tickets sind schnell ausverkauft. Für Schiffsfans ist die Palmschleuse, eine der ältesten Schleusen Europas, ein interessantes Ziel. 1398 aus Holz für Salzkähne gebaut, war sie bis 1899 auf dem Stecknitzkanal zwischen Lauenburg und Lübeck in Betrieb.

Sie stehen in Vorgärten, hängen an Hauswänden, zieren Tassen und Teller und geben Gaststätten ihren Namen: Anker sind in Lauenburg allgegenwärtig. Verwunderlich ist das nicht, der Ort zwischen Elbe, Elbe-Lübeck-Kanal und Elbe-Seiten-Kanal ist schließlich als Schifferstadt bekannt. Nur 40 Autominuten von Hamburg entfernt, steht Lauenburg so dicht am Wasser, dass es oft von Hochwasser bedroht ist. Besonders In der historischen Unterstadt gibt es viel zu entdecken.