Ein Rettungswagen fährt mit Blaulicht zu einem Einsatz (Symbolbild).

Ein Rettungswagen fährt mit Blaulicht zu einem Einsatz (Symbolbild). Foto: picture alliance/dpa/Robert Michael

Riskante Überholmanöver: Autofahrer rast Rettungswagen hinterher

Gefährliche Szenen am Samstagmorgen in Schleswig: Während ein Rettungswagen eine Patientin mit Blaulicht und Martinshorn in die Helios-Klinik brachte, soll ein Autofahrer dem Einsatzfahrzeug über eine längere Strecke hinterhergerast sein. Jetzt sucht die Polizei Zeugen – und insbesondere den Fahrer oder die Fahrerin eines roten Kleinwagens.

Nach bisherigen Erkenntnissen war der Rettungsdienst des Kreises Nordfriesland am vergangenen Samstag zwischen 9 Uhr und 9.30 Uhr von Wester-Ohrstedt in Richtung Schleswig unterwegs. Während der Einsatzfahrt soll ein schwarzer VW Golf mit NF-Kennzeichen dem Rettungswagen dicht hinterhergefahren sein.

Laut Polizei orientierte sich der Fahrer dabei am Fahrverhalten des Rettungswagens und ahmte unter anderem dessen Überholmanöver nach. Im Bereich der Kreuzung Langseestraße/Kattenhunder Weg soll der Autofahrer nach Zeugenaussagen zudem eine rote Ampel missachtet haben und auf die Gegenfahrbahn ausgewichen sein, um dem Rettungswagen weiter zu folgen.

Mann verfolgt Rettungswagen – beinahe Zusammenstoß

Zu einer weiteren gefährlichen Situation kam es im Kreisverkehr St.-Jürgener Straße. Dort hielt eine bislang unbekannte Person in einem roten Kleinwagen mit Schleswiger Kennzeichen am Fahrbahnrand, um den Rettungswagen vorbeizulassen. Währenddessen soll der Golf-Fahrer ebenfalls zum Überholen angesetzt haben. Ein Zusammenstoß mit dem Kleinwagen konnte laut Polizei nur durch ein Bremsmanöver verhindert werden.

Das Polizeirevier Schleswig sucht nun vor allem den Fahrer oder die Fahrerin des roten Kleinwagens mit SL-Kennzeichen. Außerdem bitten die Beamten weitere Zeuginnen und Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben oder Hinweise zum Fahrverhalten des schwarzen VW Golf geben können, sich zu melden.

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Hinweise nimmt die Polizei unter (04621) 840 oder per E-Mail an schleswig.pr@polizei.landsh.de entgegen. Die Beamten weisen darauf hin, dass das unberechtigte Nachfahren von Einsatzfahrzeugen und gefährliche Fahrmanöver erhebliche Risiken für alle Verkehrsteilnehmer darstellen und strafrechtlich verfolgt werden. (mp)

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