Schleswig-Holstein
Politiker im Norden jubeln über gigantischen U-Boot-Deal
Kanada bestellt bis zu zwölf U-Boote bei TKMS – ein Auftrag, der laut Ministerpräsident Daniel Günther weit über wirtschaftlichen Erfolg hinausgeht.
Kanada bestellt zwölf U-Boote in Deutschland – und sorgt damit für große Freude im Norden. Für Schleswig-Holsteins Ministerpräsidenten Daniel Günther (CDU) ist Kanadas Entscheidung für deutsche U-Boote nicht nur ein wirtschaftlicher Erfolg für den Kieler Marineschiffbauer TKMS. „Dass diese Entscheidung kurz vor dem NATO-Gipfel fällt, macht ihre Bedeutung noch einmal größer“, sagte Günther.
Ein enger Partner wie Kanada setze in einer sicherheitspolitisch entscheidenden Zeit auf deutsche und europäische Zusammenarbeit. „Das ist ein starkes Signal für die gemeinsame Verantwortung im Nordatlantik, in der Arktis und für die Sicherheit unserer Bündnispartner.”
Kanada bestellt U-Boote in Deutschland: Werft TKMS erhält Zuschlag
Günther dankte der Bundesregierung, die sich mit großem Nachdruck für dieses Projekt eingesetzt habe. „Ich habe beim Besuch von Premierminister Mark Carney im August vergangenen Jahres in Kiel selbst erlebt, mit welcher Professionalität, Leidenschaft und Überzeugung TKMS für diesen Auftrag geworben hat.” Er freue sich, dass die Werft und ihre Beschäftigten nun den Lohn für jahrelange harte Arbeit erhielten. „TKMS ist ein Aushängeschild Schleswig-Holsteins – und dieser Erfolg ist ein großes Vertrauensvotum in die Leistungsfähigkeit unserer maritimen Industrie.”
Zum genauen Auftragsvolumen machten weder Kanada noch TKMS Angaben. Es dürfte sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aber allein für die U-Boote inklusive Service auf rund 20 Milliarden Euro belaufen. Kanadas Premierminister Mark Carney nannte es das „größte Beschaffungsvorhaben in der kanadischen Geschichte”.
U-Boot-Deal stärkt den Industriestandort an der Ostseeküste
Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen sprach von einer guten Entscheidung auch für die Zulieferindustrie der Werft. „Man sieht, dass hiermit die weltbesten nicht-atomaren U-Boote sich durchsetzen”, sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Die Entscheidung führe auch zu einer Stärkung des Industriestandortes an der Ostseeküste.
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Der Kieler Marineschiffbauer TKMS soll bis zu zwölf U-Boote liefern, wie Carney zuvor in Halifax mitgeteilt hatte. Für TKMS ist es der größte U-Boot-Auftrag in der Unternehmensgeschichte. (dpa/js)
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