Plötzlich lag ein halbes Schiff am Nordseestrand!

Das Boot liegt kopf über am Strand; Menschen sammeln sich drum herum an.
Der Aufbau eines gesunkenen ehemaligen Lotsenboots ist in Hörnum angespült worden.

An der Küste von Sylt sind – vermutlich durch den Sturm in der vergangenen Woche – Teile eines Lotsenboots an den Strand von Hörnum (in der Höhe von Hapimag) gespült worden. Das bestätigt Hörnums Bürgermeister Udo Hanrieder. Der Aufbau des Boots sei am Donnerstag gegen 16.30 Uhr entdeckt worden. Er habe sich daraufhin gemeinsam mit der Polizei ein Bild vor Ort gemacht.

Bei dem Fund soll es sich um den Aufbau des ehemaligen Lotsenboots handeln, das am 25. September 70 Kilometer vor Sylt in der Nähe des Offshore-Windparks „DanTysk“ in Seenot geraten und gesunken war.

Spaziergänger stehen vor dem Wrack.
Spaziergänger staunen über den ungewöhnlichen Fund.

Die zweiköpfige Besatzung der „Sea Dagger“ war unverletzt gerettet und von einem Schiff in der Nähe aufgenommen worden. Warum das etwa 17 Meter lange Schiff in Seenot geraten und untergegangen ist, blieb bislang unklar, wie ein Sprecher des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts (WSA) Elbe-Nordsee sagte. „Nach aktuellem Kenntnisstand sind keine Dritten beteiligt. Es gab also keine Kollision.“

Wie Hörnums Bürgermeister weiter berichtet, ist für die Bergung des tonnenschweren Aufbaus die Bundespolizei See zuständig, weil das Lotsenboot in deren Hoheitsgebiet gesunken war. Es würde sich jetzt das maritime Lagezentrum in Cuxhaven kümmern. Wann der Abtransport des Teils erfolge, stünde noch nicht fest.

Teile der Steuerung liegen zerstört am Strand.
Technik an Bord: alles schrott.

Um den Fundort herum sammelte sich allerlei Müll wie Dämmungen und Plastik aus dem Schiffsaufbau an. „Nicht schön, aber mir lieber als ein toter stinkender Wal“, sagte der Bürgermeister bezugnehmend auf den jungen Pott-Wal, der im Februar dieses Jahres in Hörnum angespült worden war.

Treibstoff-Tanks in Rantum angespült

Neben dem Aufbau des Schiffes in Hörnum sollen außerdem bereits am Mittwoch zwei Treibstofftanks von dem Boot in Rantum auf Höhe der Sansibar und der Zauberbude gefunden worden sein. Nach ersten Informationen war der eine Tank leer, der andere zu Zweidrittel noch mit Treibstoff befüllt. Er soll jetzt fachgerecht entsorgt werden.

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Insgesamt hatte das ehemalige Lotsenboot bei der Havarie sechs Tank-Container mit jeweils 1000 Litern Volumen an Bord, die teilweise verloren gingen. Es handelt sich dabei um Kunststoffbehälter, die von einem Metallgitter umgeben sind. (Dieser Artikel erschien zuerst auf shz.de)

An der Küste von Sylt sind – vermutlich durch den Sturm in der vergangenen Woche – Teile eines Lotsenboots an den Strand von Hörnum (in der Höhe von Hapimag) gespült worden. Das bestätigt Hörnums Bürgermeister Udo Hanrieder. Der Aufbau des Boots sei am Donnerstag gegen 16.30 Uhr entdeckt worden. Er habe sich daraufhin gemeinsam mit der Polizei ein Bild vor Ort gemacht.