Das Neujahrsschwimmen ist eine Tradition an vielen Orten von Nord- und Ostsee.

Das Neujahrsschwimmen ist eine Tradition an einigen Orten von Nord- und Ostsee. Foto: picture alliance/dpa | Mohssen Assanimoghaddam

Party, Sport, Strand: So startet der Norden ins neue Jahr

Feuerwerke, Silvesterläufe und Neujahrsschwimmen: So vielfältig feiern Einheimische und Gäste an Nord- und Ostsee.

Zwischen den Jahren reisen viele Gäste für Kurzurlaube an die Küsten von Nord- und Ostsee. Manche suchen dabei Ruhe und Entspannung, andere wollen gemeinsam mit anderen ins neue Jahr starten. Geboten wird dabei einiges:

Hier ist privates Feuerwerk an Silvester komplett verboten

Privates Feuerwerk ist in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie an besonders brandempfindlichen Gebäuden oder Anlagen überall im Land verboten. In einigen Orten wie auf den nordfriesischen Inseln und Halligen, in St. Peter-Ording und Timmendorfer Strand ist die private Knallerei zum Schutz unter anderem von Reetdachhäusern ganz verboten oder weiter eingeschränkt. Entsprechendes wird in Allgemeinverfügungen geregelt. 

Dennoch müssen Liebhaberinnen und Liebhaber von Raketen, Böllern und Co. auch hier nicht auf den traditionellen Lichterglanz zum Jahreswechsel verzichten. So soll in Timmendorfer Strand etwa ein nachhaltiges Feuerwerk um Mitternacht am Strandabschnitt auf Höhe der Trinkkurhalle den Himmel bunt erleuchten. In Hörnum auf Sylt wird das neue Jahr ebenfalls mit einem professionellen Höhenfeuerwerk eingeläutet. Und auch in St. Peter-Ording wird es ein öffentliches Feuerwerk geben.

An vielen Orten gibt es zudem große Silvesterpartys, zum Teil am Strand oder auf der Promenade direkt am Wasser. Entweder legen DJs auf oder es wird Livemusik bis weit nach Mitternacht geboten.

Hier gibt es Silvesterläufe an Nord- und Ostsee

Wer den guten Vorsatz, sich 2025 sportlich zu betätigen, bisher nicht umgesetzt hat, hat dazu am letzten Tag des Jahres vielerorts noch einmal Gelegenheit. Aber auch für alle anderen – egal ob Anfänger oder erfahrener Läufer – bieten Silvesterläufe die Möglichkeit für einen aktiven Jahresabschluss.


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Angeboten werden sie auf verschiedenen Streckenlängen unter anderem in St. Peter-Ording, Wyk auf Föhr und in Pönitz an der Lübecker Bucht, aber etwa auch in Schafflund bei Flensburg, Mölln und Kiel. Während einige durchaus Wettkampfcharakter haben, steht bei anderen der Spaß im Vordergrund: Auch Verkleidungen sind dort ausdrücklich erwünscht.

Traditionelles Neujahrsschwimmen: Verkleidung gern gesehen

Kreative Kostüme sind beim Neujahrsschwimmen am 1. Januar ebenfalls gern gesehen, wenn auch kein Muss. Verkleidet als Schneemann, Schornsteinfeger oder im nostalgischen Schwimmkostüm – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

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In die kalten Fluten stürzen können sich Einheimische und Gäste etwa in Wennigstedt auf Sylt, Wyk auf Föhr, Büsum, Grömitz und Großenbrode an der Ostsee. Dabei erfreut sich der Sprung ins kalte Meer immer größerer Beliebtheit: So waren in Wyk bei der Premiere 1997 nach Angaben der Föhr Touristik nur 12 Teilnehmer dabei. In den vergangenen Jahren stieg die Zahl auf rund 300.

Ausgiebige Strandspaziergänge an Silvester

Wer keine Lust auf Trubel rund um den Jahreswechsel hat, findet an Schleswig-Holsteins Küsten dafür ideale Bedingungen. So ist Amrum mit seinen kilometerlangen Stränden unter anderem dafür bekannt, dass man in der Zeit rund um Silvester zur Ruhe kommen kann. Aber auch auf den anderen Inseln, dem Festland entlang der Nordseeküste und an der Ostsee, ist genügend Platz, um sich ungestört vom Trubel durchpusten zu lassen.

Silvesterbrauch: Rummelpott, Kenknen und Hulken

Insbesondere im Norden des Landes ist die Tradition des Rummelpottlaufens am Silvesterabend noch sehr beliebt. Gäste aus anderen Bundesländern werden sich vielleicht wundern, wenn sie am Silvesterabend verkleidete Menschen durch die Straßen laufen sehen. Den namensgebenden Rummelpott – ein selbstgebautes Instrument – haben viele Kinder nicht mehr dabei, wenn sie an den Haustüren klingeln. Gesungen wird aber immer noch. Ein bekanntes Lied beginnt mit „Fruu, mok de Döör op, de Rummelpott will rin“ (Frau, mach die Tür auf, der Rummelpott will rein). Für ihren Gesang erhalten die Kinder Süßigkeiten als Belohnung. Auf Amrum kennt man diesen Brauch übrigens als „Hulken“, auf Föhr trifft man sich zum „Kenknen“.

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