Ostsee-Parken vor der Wende: Hier wird ganz neu geplant
An der Lübecker Bucht kippen alte Gebührenpläne für mehr als 3000 Stellplätze.
Wer mit dem Auto an die Lübecker Bucht fährt, sollte die Entwicklung im Blick behalten: In Scharbeutz und Haffkrug steht eine Reform der Parkgebühren bevor. Die Gemeinde arbeitet derzeit an einem neuen Parkkonzept, über das in einer der nächsten Sitzungen abgestimmt werden soll.
Nach Informationen der MOPO werden die bislang diskutierten Modelle allerdings nicht umgesetzt. Im April Jahr hatte der Tourismusausschuss drei Varianten beraten, mit denen höhere Einnahmen erzielt werden sollten – etwa durch längere gebührenpflichtige Parkzeiten oder den Wegfall des günstigeren Wintertarifs.
Diese Pläne sind inzwischen überholt. Wie das neue Konzept konkret aussehen wird, wollte die Gemeinde auf MOPO-Nachfrage noch nicht verraten. Details sollen erst kurz vor der politischen Beratung veröffentlicht werden.
Lübecker Bucht: Kosten für Parkraumbewirtschaftung extrem gestiegen
Hintergrund der geplanten Neuregelung sind gestiegene Kosten für die Parkraumbewirtschaftung. Dazu zählen unter anderem die Unterhaltung und Sanierung der Großparkplätze, neue Technik, die Zahlungsabwicklung sowie höhere Personalkosten.
In Scharbeutz und Haffkrug stehen Urlaubern, Tagesgästen und Einheimischen mehr als 3000 öffentliche Stellplätze zur Verfügung. Derzeit kostet das Parken – je nach Standort – im Sommer ein oder zwei Euro pro Stunde. Im Winter gelten bislang ermäßigte Tarife.
Ob es künftig höhere Gebühren, andere Parkzeiten oder ein völlig neues Bezahlsystem geben wird, ist derzeit offen. Fest steht lediglich: Die Gemeinde arbeitet an einer grundlegenden Neuregelung, die die bisherigen Überlegungen ersetzt.
Auch die Regelungen für Dauerparkberechtigungen könnten im Zuge der Reform erneut auf den Prüfstand kommen. Bislang können unter anderem Einwohner, Gewerbetreibende und Beschäftigte vergünstigte Parkausweise erwerben.