Ostsee-Flaniermeile: Nach der Eröffnung ist vor der nächsten Sperrung
Auf der Seebrücke in Scharbeutz laufen nach wie vor Restarbeiten. Immerhin sind jetzt die Balkone fertig – aber kommende Woche muss der Schifffahrtsableger noch einmal gesperrt werden.
In den Sommermonaten brauchten Besucher der Seebrücke in Scharbeutz teilweise Glück, wenn sie den Kopf besuchen wollten. Immer mal wieder war er wegen Schneid- und Schweißarbeiten gesperrt – auch jetzt laufen die Restarbeiten nach wie vor, teilt Dirk Dibbern vom Bauamt Scharbeutz auf Nachfrage mit.
„Die Seebrücke ist eigentlich fertig“ – und noch nicht final eröffnet
„Die Seebrücke ist eigentlich fertig, wir haben sie bereits im Mai abgenommen und eröffnet“, erklärt Dibbern. Jetzt gehe es nur noch um die Ausbesserung von Mängeln sowie um Ausstattungsdetails und Beschichtungsarbeiten. In der kommenden Woche werde der Schifffahrtsableger auch noch mal gesperrt werden müssen – „wegen Arbeiten am Geländer und zum Schutz vor Korrosion“.
Gute Nachrichten gibt es indes zu den Sitzmöglichkeiten auf dem Brückensteg in Scharbeutz. Dibbern erklärt, dass sowohl der Nord- als auch der Südbalkon fertig seien. Einige Besucher machten es sich am Mittwochmorgen dort auch schon gemütlich. „Die gesamte Brücke ist so konzipiert, dass man immer Richtung Süden guckt.“
Mit seinen Absperrungen wird auf dem Brückenkopf in Scharbeutz zurzeit noch mehr gearbeitet. Das nehme jetzt aber immer mehr ab, was auch auf dem Seebrückenvorplatz erkennbar sei. So sind am Mittwochmorgen die Container des Baubüros abtransportiert worden, in denen sich Sanitäranlagen und ein Sozialraum befanden. „Das brauchen wir jetzt nicht mehr, weil die Arbeiten größtenteils fertig sind“, sagt Dirk Dibbern.
Keine neue Prognose zur Fertigstellung der Seebrücke in Scharbeutz
Noch im Sommer hatte Dibbern gehofft, dass die Restarbeiten auf der Seebrücke im Oktober abgeschlossen wären. Jetzt möchte er nicht noch einmal schätzen. „Die Brücke sollte eigentlich seit über einem Jahr fertig sein.“ Unter anderem verzögerten zudem Lieferschwierigkeiten die Arbeiten. Für den Geh- und Sitzbereich werde Bongossi-Holz verwendet. Das sei hart und müsse länger bearbeitet werden. Der Handlauf bestehe aus widerstandsfähigem Kebony-Holz.
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Dibbern erwähnt aber auch, dass es bei einem solchen Bauprozess immer wieder Unwägbarkeiten gebe, auf die die Gemeinde Scharbeutz keinen Einfluss habe, wie etwa die Witterung. „Wenn die Arbeiter auf dem Kopf der Seebrücke sind, sind sie mehr als 300 Meter auf der Ostsee. Da ist das Klima anders als direkt am Strand oder auf dem Seebrückenvorplatz. Das hat auch Einfluss auf die Arbeiten.“ (Dieser Artikel erschien zuerst auf shz.de)