Nach tödlicher Gewalttat: Disco „Fun-Parc“ schließt für immer
Im April starb hier ein 21-Jähriger nach tödlichen Messerstichen – seit dem Vorfall blieben viele Gäste der Disco „Fun-Parc“ in Trittau fern. Nach dem Insolvenzantrag im Mai gibt es jetzt Gewissheit: Bald stehen die endgültig letzten drei Partys an.
Es ist eine lange Nachtleben-Geschichte, die am 1. September in Trittau enden wird. Denn dann schließt der „Fun-Parc“ 18 Jahre nach seiner Eröffnung. Zusammengerechnet mit den Vorgängern in derselben Location enden dann 38 Jahre Disco-Geschichte in Trittau. Denn eine Fortführung der Nachtleben-Tradition scheint nicht in Planung.
Das Ende bestätigten die Gründer der Disco, Knut Walsleben und Björn Draack, per Social Media am späten Montagabend. „Der Fun-Parc wird schließen für immer. Das Gebäude bekommt eine ganz neue Nutzung“, so Walsleben.
Aus in Trittau: Letzte Party Ende August
Die Gründer hoffen jetzt, dass der Laden zumindest noch ein paarmal richtig voll wird. Man habe sich mit dem jetzigen Betreiber allerdings darauf einigen können, die letzten drei Partys organisieren zu können.
Mit diesen möchten sich die Gründer und das Team Ende August von ihren Partygängern und Stammgästen verabschieden. „Einfach so nach Hause gehen und sagen ‚ist vorbei‘, geht nicht“, so Walsleben. Schließlich habe man 16 Jahre lang unter ihm und Draack die geilsten Partys überhaupt gefeiert.
Los geht das kurze Revival schon direkt am Samstag, 23. August, mit dem letzten großen Rave. Unter dem Motto „Alarmstufe Rot vs Hardstyle Takeover“ präsentieren die Gründer des „Fun-Parc“ nochmal eines ihrer erfolgreichsten Konzepte aus der Vergangenheit.
Streit eskalierte vor dem „Fun Parc“: 21-Jähriger erstochen
Die Disco war am 13. April mit schrecklichen Nachrichten in die Schlagzeilen geraten. Ein Streit eskalierte. Dabei wurde der 21-jährige Mirac Y. aus Mölln mit einem Messer attackiert. Er verblutete noch am Tatort. Die Ermittlungen zu den genauen Umständen laufen noch.
Auch der aktuelle Betreiber selbst und sein Team gerieten vor allem in den sozialen Medien stark in die Kritik. So ganz erholte sich die Disco nicht mehr von dem Schock und zum Teil harter Kritik. Einer der Betreiber reichte im Mai Insolvenz ein. Der Insolvenzverwalter zeigte sich allerdings gegenüber unserer Redaktion zunächst noch optimistisch, dass man das Ruder nochmal herumreißen könnte. Danach sieht es jetzt nicht mehr aus.
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Laut der vorliegenden Informationen, ist es nicht geplant, dass eine Nachfolgedisco in das Gebäude einzieht. Es soll anderweitig genutzt werden. Ein herber Schlag für das Party- und Nachtleben in Stormarn. (Dieser Artikel erschien zuerst auf SHZ.de.)