Schleswig-Holstein
Mysteriöses Loch im Wald bei Hamburg: Wer hat hier so tief gebuddelt?
Mitten im idyllischen Moorreger Täberg klafft plötzlich ein riesiger Krater. Tagelang müssen Unbekannte hier heimlich mit dem Spaten am Werk gewesen sein, um ein drei Meter tiefes Loch auszuheben. Inzwischen
wurde die Grube zugeschüttet. Nun sucht die Polizei nach den Urhebern und hat erste Hinweise.
Der Täberg in Moorrege gilt als ein Ort der Ruhe. Doch ein Spaziergänger hat vor Kurzem eine merkwürdige Entdeckung gemacht: Mitten im Wald klaffte ein rund drei Meter tiefes Loch im Boden. Wie Bürgermeister Wolfgang Balasus auf Nachfrage der SHZ bestätigte, wurde es inzwischen aber zugeschüttet. Mitarbeiter des Bauhofes setzten dafür einen kleinen Bagger ein und beseitigten damit eine rund drei Meter tiefe und mit Ästen und Brettern notdürftig abgedeckte Grube.
Wer hier am Werk war, hat keine halben Sachen gemacht – und muss über Tage hinweg kubikmeterweise Sand bewegt haben. Eine Antwort hat Bürgermeister Wolfgang Balasus (CDU) bislang nicht. Drei mal vier Meter groß war die Öffnung, das Loch selber rund drei Meter tief – hier hat nicht einfach jemand gebuddelt. Hier wurde geackert – mit einem Spaten. Das zumindest legen die Abdrücke an den glatten Kraterwänden nahe. Muskelkraft und Ausdauer waren dazu nötig. Da hatte offenbar jemand eine Mission, ein Ziel.
Mysteriöses Loch im Wald: Die Suche nach den Erdarbeitern
Unterdessen läuft die Suche nach denen, die offenbar tagelang gegraben haben, um das Loch auszuheben. Nach Angaben von Polizeisprecher Maik Seidel liegt gegen sie eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Landeswaldgesetz vor. Die Ermittlungen liegen damit beim Umwelttrupp des Polizei-Autobahn- und Bezirksreviers in Elmshorn. „Hinweise auf Straftatbestände liegen derzeit nicht vor“, so Maik Seidel.
Dafür gibt es aber offenbar eine Vermutung, wer für das Loch verantwortlich sein könnte. Nach Polizeiangaben ist eine Jugendgruppe ins Visier der Ermittler geraten. Was die Jugendlichen angetrieben hat, ist allerdings noch vollkommen unklar. (Dieser Artikel erschien zuerst auf SHZ.de.)
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