Kurioser Einsatz: Hier schleppen Seenotretter ein Auto ab
Ungewöhnlicher Einsatz für die Seenotretter auf der Schlei: Nach einem Motorschaden war ein Amphibien-Fahrzeug am Sonntag manövrierunfähig geworden – und musste ans Land geschleppt werden. Die Rettung des schwimmfähigen Autos wurde allerdings zur Herausforderung.
Gegen 13 Uhr hatte sich der Fahrer bei der deutschen Rettungsleitstelle See in Bremen gemeldet. Vor dem Schleswiger Stadtteil Holm hatte der Motor des Amphibienfahrzeugs Schaden genommen. Der Mann und seine Mitfahrerin konnten das Ufer des Ostseearms aus eigener Kraft nicht mehr erreichen und brauchten dringend Hilfe.
Ungewöhnlicher Einsatz für die Seenotretter
Daraufhin alarmierte die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) die Rettungsleitstelle der freiwilligen Seenotretter aus Maasholm. Sie machten sich mit dem Seenotrettungsboot „Hellmut Manthey“ auf den Weg.
Für die Retter war der Einsatz eine Premiere. „Ein Auto im Schlepp hatten wir noch nie“, sagte Rettungsmann Sebastian Petersen. Die Herausforderung: Das Amphibienfahrzeug hatte weder Klampen noch Poller, an denen eine Schleppleine hätte befestigt werden können.
Geringe Wassertiefe macht am Ende Probleme
Glücklicherweise hatte der Fahrer vor der Fahrt eine Leine an der unter Wasser liegenden Schleppöse seines Autos angebracht. Mit dieser Leine konnten die Seenotretter das Amphibienfahrzeug langsam nach Haddeby abschleppen.
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Kurz vor dem Strand wurde es noch einmal knifflig: Wegen der geringen Wassertiefe musste ein Seenotretter in einem Überlebensanzug ins Wasser steigen. Per Muskelkraft zog er das Auto noch einige Meter in Richtung Ufer. Erst dann reichte die Leine bis zu einem Fahrzeug an Land, das das Amphibien-Auto schließlich aus dem Wasser zog. (mwi)