Kontrollen im Norden: Polizei erwischt Tausende Verkehrssünder
Ablenkung am Steuer, fehlende Gurte und weitere Delikte: Die Polizei zieht nach einer Aktionswoche mit Kontrollen Bilanz. Besonders überraschend ist, wie viele Männer während der Fahrt aufs Handy schauten.
Bei einer konzertierten Kontrollwoche hat die Polizei in Schleswig-Holstein mehr als 3200 Verkehrsverstöße festgestellt. Im Fokus der Kontrollen standen Ablenkung am Steuer und die Gurtpflicht, wie die Beamten mitteilten. Insgesamt kontrollierten die Einsatzkräfte nach eigenen Angaben mehr als 11.500 Fahrzeuge.
Verkehrskontrollen: Viele Männer am Smartphone erwischt
Besonders häufig griffen Autofahrer demnach während der Fahrt zum Handy. Von den 1411 Erwischten, waren rund 67 Prozent Männer. „Die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls steigt erheblich, wenn Fahrerinnen und Fahrer ihre Aufmerksamkeit nicht auf den Verkehr, sondern auf ihr Smartphone (…) richten. Drei Sekunden Ablenkung bei 50 km/h bedeuten über eine etwa 40 Meter lange Fahrt im Blindflug“, sagt Lars Hilgendorf, Mitarbeiter des Landespolizeiamtes.
Zahlreiche Menschen (insgesamt 1298) seien bei der Kontrolle nicht angeschnallt gewesen, darunter Dutzende Kinder. Bereits bei einer Kontrolle im vergangenen Jahr war dieser Wert auffällig gewesen. Von 3359 kontrollierten Fahrzeugen stellte die Polizei bei 1128 Fahrzeuginsassen fest, dass sie nicht angeschnallt waren.
Europaweite Aktionswoche
Zudem stellten die Beamten weitere Delikte fest, etwa Fahrten ohne Führerschein sowie unter Alkohol- und Drogeneinfluss. Gegen 40 Personen, die alkoholisiert waren oder unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln standen, leiteten die Beamten Ermittlungsverfahren ein.
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Die Polizei warnte vor den erheblichen Gefahren durch Unachtsamkeit im Straßenverkehr. Die Kontrollen waren Teil einer europaweiten Aktionswoche. (dpa/mp)
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