Streikende mit Verdi-Fahnen in Lübeck.

In den Tarifverhandlungen für den Nahverkehr in Schleswig-Holstein hat Verdi ein Angebot der Arbeitgeber zwar abgelehnt, gestreikt werden soll aber nicht. (Symbolbild). Foto: picture alliance/dpa/Markus Scholz

Keine Einigung! Nahverkehr-Tarifverhandlungen mit Verdi vertagt – so geht es weiter

Die Tarifverhandlungen für den Nahverkehr der kreisfreien Städte in Schleswig-Holstein werden vertagt. Ein Angebot der Arbeitgeber wurde von Verdi zunächst abgelehnt. Streiks drohten derzeit nicht.

In den Tarifverhandlungen für den Nahverkehr der kreisfreien Städte in Schleswig-Holstein blieb auch die zweite Runde ohne Ergebnis. Nachdem Verdi bereits Ende Januar das erste Angebot der Arbeitgeber abgelehnt hatte, habe der Kommunale Arbeitgeberverband Schleswig-Holstein ein neues vorgelegt. Man habe sich inhaltlich angenähert, doch eine Einigung blieb aus, teilte der Verband mit. Die Verhandlungen wurden auf Montag vertagt.

Keine Einigung – dennoch Zuversicht auf baldiges Ergebnis

„Es ist schade, dass Verdi auch dieses verbesserte Angebot abgelehnt hat, jedoch sind wir zuversichtlich, in der kommenden Verhandlungsrunde zu einem Ergebnis zu kommen“, sagte Andreas Ortz von den Stadtwerken Lübeck Mobil. Das Angebot sei den Beschäftigten weit entgegengekommen, doch wirtschaftlich und organisatorisch stoße man an Grenzen.

„Wir brauchen Planungssicherheit für unsere Kunden, um die Herausforderungen, vor denen der ÖPNV steht, meistern zu können“, erklärte Jan Jacobsen, Verbandsgeschäftsführer des Kommunalen Arbeitgeberverbandes. Die Arbeitgeber stünden vor hohen Kosten für die Ausbildung neuer Mitarbeiter und den Umbau der Mobilität. Dass die Gewerkschaft das Angebot weiterhin ablehne, nannte Jacobsen bedauerlich.

Das könnte Sie auch interessieren: Vom Skandalbau zum Zukunftsprojekt: Kommt jetzt die Elbtower-Genossenschaft?

Ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi betonte, die geplanten Verschlechterungen für die Beschäftigten seien vom Tisch. Wie es weitergehe, entschieden die Verhandlungen in der kommenden Woche. Bis dahin fänden keine Streiks bei den Busverkehren in Kiel, Lübeck, Flensburg und Neumünster statt. (dpa/mp)

Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp
test