Schülerin Ranzen Mitschnacker Straße

Eine Schülerin mit einem Schulranzen an einer Straße (Symbolbild) Foto: picture alliance / CHROMORANGE | Udo Herrmann

Mann spricht Mädchen an – Polizei erhöht Präsenz in Stadtteil

Ein zehnjähriges Mädchen hat in Kiel einen beunruhigenden Schulweg erlebt: Ein Mann soll sie am Mittwoch angesprochen und bis zum Schulgelände verfolgt haben. Die Polizei ermittelt – und bittet Eltern um Wachsamkeit.

Gegen 8.30 Uhr stieg die Zehnjährige an der Bushaltestelle Rehbenitzwinkel im Stadtteil Wik aus dem Linienbus, als ein etwa 40 Jahre alter Mann sie ansprach. Er soll das Mädchen gefragt haben, ob sie mit ihm nach Hause kommen wolle – und dabei hartnäckig geblieben sein.

Kiel: Mädchen von Männer-Duo bis zur Schule verfolgt

Nach Angaben des Mädchens folgte der Mann ihr auf dem Weg zur Schule. Begleitet wurde er von einem zweiten Mann. Erst als das Kind das Schulgebäude betrat, blieben die Männer zurück. Sie sollen an der Mensa stehen geblieben sein. Das Mädchen vertraute sich sofort der Schulleitung an, die umgehend die Polizei informierte.


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Die Polizei in Kiel hat die Ermittlungen übernommen. Sie betont, dass man die geschilderten Sachverhalte sehr ernst nehme und die Präsenz im Stadtteil Wik bereits verstärkt habe. Gleichzeitig geben die Ermittler Entwarnung: Nach aktuellem Stand gebe es keine Hinweise auf eine konkrete Gefährdung von Kindern. Auch aus der Vergangenheit seien der Kieler Polizei und dem Kreis Plön keine Fälle bekannt, in denen Kinder tatsächlich bedroht wurden.

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Dennoch appelliert die Polizei an Eltern, aufmerksam zu bleiben – und sich bei ähnlichen Beobachtungen sofort zu melden. Zudem warnt sie vor Falschmeldungen in sozialen Netzwerken. Immer wieder würden dort angebliche Vorfälle verbreitet, die sich im Nachhinein als unbegründet herausstellten. Informationen sollten daher stets geprüft und nur aus verlässlichen Quellen weitergegeben werden.

Eltern rät die Polizei, mit ihren Kindern über richtiges Verhalten in unangenehmen oder bedrohlichen Situationen zu sprechen – und ihnen zu vermitteln, dass sie jederzeit Hilfe holen dürfen. (mp)

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