Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) fordert ein gesellschaftliches Umdenken zum Thema Arbeit. (Archivbild)

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) fordert ein gesellschaftliches Umdenken zum Thema Arbeit. (Archivbild) Foto: picture alliance / HMB Media | Uwe Koch

Günther: Müssen für Wohlstand länger arbeiten

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident verlangt mehr Anerkennung als bislang für ältere Berufstätige – und fordert einen Mentalitätswandel.

Nach Aussage von Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) muss in Deutschland länger im Alter gearbeitet werden, damit Wohlstand erhalten bleibt. „Wir brauchen einen Mentalitätswandel”, sagte Günther im Interview mit dem Redaktionsnetzwerks Deutschland. 

Daniel Günther fordert mehr Anerkennung für längeres Arbeiten

Günther sagte, es sei gesellschaftlich etabliert, dass man vorzeitig in den Ruhestand gehe oder mit 48 Jahren sein Unternehmen verkaufe und das Leben genieße. Das sei zwar individuell verständlich. „Aber wenn wir unseren Wohlstand erhalten wollen, brauchen wir auch Menschen, die bis 70 arbeiten wollen und dürfen”, sagte Günther. „Dafür sollte es mehr gesellschaftliche Anerkennung geben als für den Vorruhestand.”

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In der Debatte sei es wichtig, nicht reflexhaft vom Dachdecker zu sprechen, der mit 70 Jahren nicht mehr auf dem Dach stehen könne, sagte Günther zuvor. „Da sind wir uns doch alle einig.” Mit solchen Argumenten sei jede Diskussion tot.

Hintergrund ist, dass in der Debatte um längere Arbeitszeiten beispielsweise Gewerkschaften diese mit der Begründung ablehnen, dass ältere Arbeiter und Handwerker gesundheitlich nicht länger arbeiten könnten. Aktuell steigt das Rentenalter bis 2031 schrittweise auf 67 Jahre. Wer 45 Beitragsjahre vorweisen kann, darf früher in den Ruhestand gehen. (dpa/mp)

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