Großbrand im Norden ist aufgeklärt: Es waren zwei Kinder
Die Polizei hat den Großbrand in Neumünster aufgeklärt: Zwei Kinder sollen die Halle Anfang September in Brand gesteckt und dadurch nahezu komplett zerstört haben. Am Donnerstag äußerten sich die Ermittler zu den Einzelheiten.
Nach dem Großfeuer an der Ecke Kieler Straße/Anscharstraße, bei dem in der Nacht zum 1. September 2025 in einer großen Halle ein Fitnesscenter sowie eine Hobbywerkstatt vernichtet worden waren, hat die Kriminalpolizei jetzt die Brandstifter ermittelt. „Es sind zwei Kinder“, erklärte Polizeisprecher Sönke Petersen am Donnerstag.
Offenbar hatten die beiden im hinteren Bereich unter dem Vordach der Halle an der Vicelinstraße gezündelt. Dabei wurden laut Polizei Holz und Papier angesteckt und offenbar wurde auch Spiritus verwendet. „Als das Feuer außer Kontrolle geriet, sind sie weggelaufen“, berichtete der Polizeisprecher. Weil sie aufgrund ihres Alters noch nicht strafmündig sind, wird es auch kein Strafverfahren geben, so Petersen.
Sachschaden soll im siebenstelligen Bereich liegen
Der Sachschaden soll im siebenstelligen Bereich liegen. Nachdem das Feuer die Halle, in der früher ein Wandmaker-Supermarkt ansässig war, in weiten Teilen zerstört hatte, nahm die Kripo aufwendige Ermittlungen auf. Dazu gehörte auch eine große Suchaktion mit zwei speziell ausgebildeten Brandmittelspürhunden eine Woche nach dem Feuer. Dadurch wurde schnell klar, dass ein technischer Defekt ausschied.
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Die Ermittlungen vor Ort hatten sich schwierig gestaltet, weil nach mehreren Verpuffungen und einer Explosion in der Brandnacht die Treppe in der Halle instabil geworden war. Deshalb musste die Berufsfeuerwehr die Kripo später bei ihrer Arbeit vor Ort unterstützen: Sie war mit einem Teleskopmast-Fahrzeug angerückt, um die Tiere und ihre Hundeführerinnen in den ersten Stock des Gebäudes zu befördern. (Dieser Artikel erschien zuerst auf shz.de.)