Eisberge auf der Elbe: Polizei warnt – Gemeinde schreitet ein
Kaum friert irgendwo ein Gewässer zu, sind schon die ersten auf dem Eis, die seltene Gelegenheit auszunutzen. Doch der Spaß birgt große Gefahren. Die Polizei warnt und erklärt, wie man sich im Notfall verhalten sollte.
Wie die Polizeidirektion Ratzeburg meldet, haben die kühlen Temperaturen in den letzten Tagen mehrere Personen auf zugefrorene Flächen gelockt. Doch es gilt Vorsicht. Die Gefahr, einzubrechen, ist groß. Vor wenigen Tagen musste ein 12-Jähriger aus Celle, der auf einem zugefrorenen Schlossgraben einbrach, ins Krankenhaus gebracht werden. Anfang des Jahres starb ein Influencer, der in einen See einbrach.
Die Polizei spricht deshalb eine strenge Warnung aus. Insbesondere auf Seen und Fließgewässern sei die Eisschicht trotz anhaltender Minusgrade noch nicht tragfähig. „Es besteht daher beim Betreten Lebensgefahr“, so heißt es in einer Mitteilung.

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Eisberge an der Elbe: Die Polizei warnt – Lebensgefahr!
Auch in anderen Ländern haben die niedrigen Temperaturen für riskante Aktionen auf dem Eis gesorgt. Die Eisberge bei Geesthacht locken ganz in unserer Nähe weiterhin zahlreiche Besucher an. Die Polizei warnt: bei Niedrigwasser würden einige versuchen, näher an die Eisberge heranzukommen. Durch plötzlich steigende Pegelstände, bestehe auch hier Lebensgefahr.
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Die Stadtverwaltung appelliert an die Schaulustigen, umsichtig zu sein und die Zufahrten für Rettungsfahrzeuge freizuhalten. In den vergangenen Tagen waren die Straßen zur Elbe zugeparkt. Die Zufahrten sind mittlerweile gesperrt, sodass sich die Besucher zu Fuß auf den Weg zu den Eisbergen machen müssen.
Seit Tagen arbeitet die Eisbrecherflotte aus Geesthacht gegen eine massive Eisbarriere am Stauwehr. Dabei zerlegt sie die dicke Eisschicht auf der Elbe in kleinere Schollen, die nun bei Niedrigwasser am Elbufer liegen bleiben und sich zu Eisbergen auftürmen.

So verhalten Sie sich bei Einbruch ins Wasser
Wenn Sie beobachten, wie jemand ins Eis einbricht, empfiehlt die Polizei, sofort den Notruf zu rufen und sich selbst nicht in Gefahr zu begeben. Dem Eingebrochenen aufs Eis hinterherzueilen, kann in einer zweiten Katastrophe enden.
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Wenn man selbst einbricht, sollte man durch Rufen und Winken auf sich aufmerksam machen, sodass Außenstehende die 112 wählen können. Wildes Strampeln sollte aufgrund der beschleunigten Auskühlung vermieden werden. Stattdessen sollte man versuchen, mit den Händen und Unterarmen das Eis in Richtung des Ufers wegzubrechen und sich vorsichtig auf eine stabile Stelle zu ziehen. (dpa/esk)
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