Schleswig-Holstein

Feuer auf Nordseeinsel: Vogelwarte in Flammen – Feuerwehr muss eingeflogen werden

Die Unterkunft des NABU-Vogelwartes auf der Nordseeinsel Trischen. (Archivbild)
Die Unterkunft des NABU-Vogelwartes auf der Nordseeinsel Trischen. (Archivbild)

Dramatisischer Einsatz auf der Nordseeinsel Trischen: Das einzige Gebäude der Vogelinsel wird ein Raub der Flammen. Der Vogelwart kann sich retten.

Auf der unbewohnten Vogelinsel Trischen ist am Dienstagabend das einzige Gebäude der Insel vollständig abgebrannt. Der Vogelwart erlitt dabei leichte Verletzungen und musste ins Krankenhaus gebracht werden.

Nach bisherigen Erkenntnissen war das Feuer gegen 22 Uhr aus bislang ungeklärter Ursache in dem auf Holzpfählen errichteten Vogelwärterhaus ausgebrochen. Der einzige Bewohner der Insel, der 33-jährige Vogelwart David Grupp, versuchte zunächst noch, die Flammen mit einem Feuerlöscher zu löschen. Als dies misslang, brachte er sich rechtzeitig in Sicherheit.

Wegen des Verdachts auf eine Rauchgasvergiftung wurde der Ornithologe von der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ans Festland und dann in ein Krankenhaus nach Heide gebracht. Dieses hat er mittlerweile wieder verlassen.

Feuer auf Insel: Feuerwehr rückte mit Hubschraubern an

Da die Insel zuerst jedoch nicht mit einem Schiff zu erreichen war, wurden Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Friedrichskoog mit einem SAR-Hubschrauber von Helgoland zur Insel geflogen. Da war die Hütte aber schon komplett abgebrannt.

„Um die Hütte an sich haben wir uns gar nicht gekümmert, sondern nur um den Vegetationsbrand, damit wir den Vogelbestand schützen können“, sagte Einsatzleiter Mathias Clausen von der Freiwilligen Feuerwehr Friedrichskoog einem Reporter vor Ort auf dem Festland.

Nach Angaben der Feuerwehr wurde die Hütte vollständig zerstört, ebenso etwa 350 Quadratmeter Grasland. Der Sachschaden wird auf rund 300.000 Euro geschätzt. Die Kriminalpolizei in Heide ermittelt zur Brandursache. (rei)


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