Im Norden

Fehler bei Landeanflug auf Nordseeinsel – Passagiere haben großes Glück

Helgoland und die Düne von oben
Die Nordseeinsel Helgoland, links die Insel Düne, auf der sich der Flugplatz befindet.

Eine Piper schießt auf Helgoland über die Landebahn hinaus – Alarm auf dem Festland.

Das hätte viel schlimmer enden können: Auf der Hochseeinsel Helgoland ist es am Samstag zu einem dramatischen Zwischenfall gekommen. Ein Flugzeug war über die Landebahn hinausgeschossen.

Laut Polizei kam es gegen 11.35 Uhr zu dem Vorfall. Das Kleinflugzeug der Marke Piper war mit drei Personen besetzt, einem Piloten und zwei Passagieren. Beim Aufsetzen der Maschine auf dem kleinen Flugplatz der Düne kam es zu einem Kontrollverlust – die 400 Meter Gesamtlänge reichten dem Piloten nicht aus, um das Flugzeug zum Stillstand zu bringen. Die Düne ist eine flache Sandinsel direkt neben Helgoland.

Helgoland: Piper mit gefährlichem Manöver

Die Piper schoss über die Landebahn hinaus und kam schräg auf dem Sand zum Stehen. Weil zunächst unklar war, wie viele Personen betroffen sein würden und ob sie verletzt waren, wurde Großalarm ausgelöst. Das Problem: Auf der kleinen Insel gibt es nicht genügend Rettungskräfte für Großlagen. 

Der Alarm wurde aufs Festland weitergeleitet: Retter sollten sich darauf vorbereiten, zur Insel zu fliegen. Dazu kam es aber nicht: Die drei Insassen waren glücklicherweise unverletzt geblieben, standen aber sichtbar unter Schock und wurden vom Rettungsdienst betreut. 

Die genauen Umstände des Landeunfalls werden jetzt ermittelt. Der entstandene Sachschaden ist noch nicht beziffert worden.