Explosionsgefahr bei Hamburg: Zehn Bewohner nach massivem Gasaustritt evakuiert
In einem Mehrfamilienhaus an der Kieler Straße in Hohenlockstedt (Kreis Steinburg) ist in der Nacht zu Donnerstag Gas in die Kellerräume geströmt. Die gemessenen Werte lagen deutlich über der Explosionsgrenze – für die Bewohner bestand akute Lebensgefahr.
Gegen 10 Uhr rückte die Feuerwehr zu dem Einsatz mitten im Ort aus. Schon vor dem Gebäude hörten die Einsatzkräfte ein lautes Zischen. Beim Betreten des Hauses unter Atemschutz stiegen die Messwerte Richtung Keller immer weiter an – so stark, dass jederzeit eine Explosion hätte ausgelöst werden können. Da der Keller mit einem angrenzenden Gebäude verbunden ist, mussten zehn Bewohner ihre Wohnungen verlassen. Über Stunden galt ein großräumiger Absperrbereich, bis die Werte durch intensives Belüften und das Abschalten der Gasleitung durch den Energieversorger sanken.
Hohenlockstedt: Feuerwehr spricht von extrem gefährlicher Lage
Wehrführer Maik Lüdtke spricht von einer extrem gefährlichen Lage. „Ein kleiner Funke, und die Gebäude wären auf der Straße gelegen“, sagt er – mit Blick auf die schwere Explosion in Itzehoe im Jahr 2014, die ebenfalls durch austretendes Gas ausgelöst worden war. Der Gasgeruch soll bereits ab drei Uhr nachts bemerkt worden sein, doch erst sieben Stunden später wurden Feuerwehr und Polizei alarmiert. Die Adresse ist den Beamten bekannt: Erst vor Kurzem hatte dort ein Mann einen Polizeieinsatz wegen einer Bedrohung ausgelöst.

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Die Spurensicherung untersuchte am Nachmittag die beschädigte Gasleitung und dokumentierte die Lage. Kurz nach Mittag waren die Werte so weit gesunken, dass die Absperrung aufgehoben werden konnte.
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Der Einsatz war damit aber noch nicht beendet: Das Gas musste weiterhin durch Belüftung aus dem Gebäude getrieben werden. Neben den Freiwilligen Feuerwehren „Lockstedter-Lager“ und „Hungriger Wolf-Bücken“ waren auch Kräfte aus Itzehoe vor Ort.
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