Engpässe in der Bewachung: Wasserwacht im Norden sucht dringend Helfer
Im Sommer werden wieder viele Badegäste an die Kieler Förde kommen. Dann sind Helferinnen und Helfer gefragt, die die Strände überwachen. Sie zu finden, wird aber immer schwieriger.
Die Wasserwacht Kiel sucht wieder Rettungsschwimmerinnen und -schwimmer für die Hauptsaison an fünf Stränden in der Kieler Förde. Das erklärte Christoph Freier, stellvertretender Leiter der Kreiswasserwacht Kiel, auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Es geht um die Zeitspanne vom 21. Juni bis Mitte September.
„Im Idealfall benötigen wir 30 Rettungsschwimmer pro Tag, und das über 12 Wochen. Diese Menge an Personal im ehrenamtlichen Sektor zu finden, wird in den letzten Jahren immer schwieriger“, sagt Freier. Das habe verschiedenste Gründe, ein Grund sei aber immer noch die Corona-Zeit, die viel Ausbildung verhindert habe.
Zahlen von vor zehn Jahren noch lange nicht wieder erreicht
Gegenüber dem vergangenen Jahr sehe man zwar einen kleinen Aufschwung. Dennoch erreiche man bisher nicht die Zahlen an Helferinnen und Helfern, die die Wasserwacht vor 10 Jahren noch gehabt habe. „Wir werben aktiv auf Social Media über unseren Instagram-Account und auch über unsere Ausschreibung, die wir über verschiedenste Kanäle in ganz Deutschland streuen“, sagte Freier.

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Um Engpässe in der Bewachung zu überwinden, stehe die Wasserwacht auch in engem Austausch mit den Gemeinden, erklärte Freier. Man versuche immer wieder, gezielt Menschen für bestimmte Zeiträume anzufragen und ansonsten wenigstens für die Nachmittagsstunden Kräfte zu finden, die Lust und Zeit hätten, die Strände zu bewachen.
Im Rahmen eines Kooperationsvertrages arbeitet die Wasserwacht Kiel mit der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Kiel an den Stränden der Kieler Förde zusammen. Dadurch kann die Wasserwacht auch Helfer der DLRG für die Überwachung einsetzen.
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Die Wasserwacht Kiel ist zuständig für die Überwachung der Kieler Strände Falckenstein, Schilksee und Strande sowie die Strände der Gemeinden Heikendorf und Laboe. Helferinnen und Helfer müssen mindestens 16 Jahre alt sein, sie erhalten eine Aufwandsentschädigung von 25 Euro pro Tag. (dpa)
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