Explosionsgefahr auf A7: Darum war der Einsatz so gefährlich
Hier ging am Dienstag nichts mehr: Wegen einer brennenden Gasflasche war die über die Rader Hochbrücke verlaufende Autobahn 7 bei Rendsburg (Kreis Rendsburg-Eckernförde) in beide Richtungen voll gesperrt. Auch der Nord-Ostsee-Kanal, über den die Brücke führt, war für Schiffe nicht befahrbar. Es bestand Explosionsgefahr, wie die Feuerwehr erklärt. Mittlerweile sind die Sperrungen aufgehoben.
Das Feuer sei auf der Baustelle des Neubaus der Autobahnbrücke ausgebrochen, sagte ein Sprecher der Polizei. Das in der Gasflasche befindliche Acetylen kann laut dem Sprecher nicht gelöscht werden. Es müsse kontrolliert abbrennen. Deswegen mussten die Autobahn und der Nord-Ostsee-Kanal am Dienstag stundenlang gesperrt werden.

„Acetylen ist ein hochentzündliches Gas, das unter Druck in speziellen Gasflaschen gelagert wird“, erklärt Daniel Passig vom Kreisfeuerwehrverband Rendsburg-Eckernförde. „Es besitzt die Eigenschaft, sich bei Erwärmung oder Beschädigung selbstständig zu zersetzen. Diese Zersetzungsreaktion kann sich im Inneren der Flasche fortsetzen und zu einer plötzlichen Explosion führen – selbst noch Stunden nach einem Brandereignis.“
Rader Hochbrücke: Gasflasche kann nicht gelöscht werden
Aus diesem Grund dürften brennende Acetylenflaschen in der Regel nicht sofort gelöscht werden. Sie müssten kontrolliert ausbrennen oder über einen längeren Zeitraum gekühlt und überwacht werden.
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„Die Explosionsgefahr macht weiträumige Absperrmaßnahmen zwingend erforderlich, um Einsatzkräfte und Bevölkerung zu schützen“, so Passig.
Am späten Abend warteten die Einsatzkräfte auf das Eintreffen einer spezialisierten Fachfirma, die die sichere Bergung der Flasche übernehmen sollte. Nach der Beseitigung der Gefahr konnten die Autobahn sowie der Schiffsverkehr gegen 21 Uhr wieder freigegeben werden, wie Passig sagte. (dpa/tst)
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