Betrug mit Renten-Anlagen: Bankberater soll von Frau 90.000 Euro kassiert haben
Er wollte angeblich beim Sparen fürs Alter helfen – doch am Ende war eine Frau den Großteil ihres Geldes los: Ein 60-jähriger muss sich wegen Betrugs vor dem Amtsgericht Plön verantworten. Er soll eine Frau um 90.000 Euro erleichtert haben.
Laut Staatsanwaltschaft soll der 60-jährige Fachberater für Sozialversicherungsrecht und Bankkaufmann die Frau zwischen dem 7. Januar 2019 und dem 21. April 2020 hinsichtlich einer Geldanlage für ihren Ruhestand beraten haben. Dafür soll er ihr empfohlen haben, eine Einzahlung in einen Rentenfonds in Höhe von 100.000 Euro vorzunehmen. Auf Empfehlung des Mannes überwies sie das Geld. 75.000 Euro landeten in einem Rentenfonds, weitere 25.000 Euro auf einem Konto mit dem Namen „Risk Management“.
Laut Anklage soll der Mann gegenüber der Frau angegeben haben, die 25.000 Euro an den Fonds weiterzuleiten. Tatsächlich handelte es sich aber um sein eigenes privates Girokonto. Nach Überzeugung der Ermittler leitete der Mann das Geld nie weiter, sondern nutzte es für sich.

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Doch damit nicht genug: In der Folge erhielt die Frau mehrfach Auszahlungen aus dem Fonds zurück. Der Berater jedoch erklärte ihr, es handele sich dabei um „Fehlbuchungen“ – und forderte sie auf, die Beträge wieder zurückzuüberweisen. Angeblich, um alles korrekt im Rentenfonds zu verbuchen. Tatsächlich soll auch dieses Geld bei ihm gelandet sein.
Betrug mit Rentenfonds: Bankberater angeklagt
Unterm Strich geht es laut Anklage um rund 90.000 Euro, die der Mann sich auf diese Weise verschafft haben soll. Der Prozess war ursprünglich schon im Februar angesetzt, wurde aber verschoben. Jetzt wird der Fall am Mittwoch vor dem Amtsgericht Plön verhandelt.
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Auch in Hamburg steht derzeit ein mutmaßlicher Anlagebetrüger vor Gericht. Julius K. soll Dutzenden Menschen Geld abgeknöpft haben, um es angeblich renditestark und risikoarm zu investieren. Freunde, Bekannte, sogar der Vater eines Freundes vertrauten dem 29-Jährigen ihr Geld an, überwiesen ihm teilweise hohe Summen – in einem Fall sogar 200.000 Euro.
Wie er am ersten Prozesstag einräumte, tätigte er anfangs tatsächlich Investments, verlor jedoch teilweise an einem einzigen Tag zwischen 80.000 und 90.000 Euro. Irgendwann verwendete er laut eigener Aussage zunächst nur Teile des Geldes für sich – später behielt er jedoch die ganzen Einlagen für sich und gab das Geld für Autos, Wohnungen, Reisen und seinen Lebensunterhalt aus. Ein Urteil könnte noch in dieser Woche fallen.
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