Bei Hamburg

Autofahrer greift Feuerwehrmann an – weil ihn eine Straßensperrung nervt

Feuerwehrmann mit Helm und „Feuerwehr“-Schriftzug im Einsatz in Osnabrück.
Ein Feuerwehrmann wurde im Kreis Segeberg von einem Autofahrer angegriffen. (Symbolbild)

Weil ihn eine Straßensperrung störte, hat ein Autofahrer einen Feuerwehrmann während eines Einsatzes angegriffen.

Bei einem Rettungseinsatz geht es um Leben und Tod. Doch einem Autofahrer im Kreis Segeberg war das egal: Er ignorierte eine Sperrung, griff einen Feuerwehrmann an – und versuchte dann zu flüchten.

In einer Arztpraxis in Kaltenkirchen (Kreis Segeberg) war es zu einem medizinischen Notfall gekommen, bei dem akute Lebensgefahr bestand, wie die Feuerwehr mitteilte. Für den Rettungseinsatz sei es nötig gewesen, die Straße in beide Richtungen für den Verkehr zu sperren. 

Kaltenkirchen: Autofahrer greift Feuerwehrmann an 

Der Autofahrer wollte dennoch mit seinem Wagen dort durchfahren. Einsatzkräfte machten ihn auf die Sperrung und den Notfall in der Arztpraxis aufmerksam. Daraufhin habe der Fahrer einen Helfer beschimpft und körperlich angegriffen, hieß es.

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Nach der Attacke versuchte der Mann, mit dem Wagen die Einsatzstelle zu verlassen – und brachte dabei weitere Einsatzkräfte in Gefahr. Den Angaben nach konnten sie nur durch schnelle Reaktionen und einen Sprung aus dem Gefahrenbereich Schlimmeres verhindern. Weitere Einsatzkräfte stoppten den Fahrer – und hielten ihn bis zum Eintreffen der Polizei fest.

Innenministerin Finke ist „fassungslos“

Schließlich wurden die betroffenen Einsatzkräfte vor Ort medizinisch versorgt – ein Transport in ein Krankenhaus war der Feuerwehr zufolge nicht notwendig. Die Polizei nahm den Mann in Gewahrsam. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

Schleswig-Holsteins Innenministerin Magdalena Finke zeigte sich „fassungslos“ angesichts des Vorfalls. „Einsatzkräfte, die einen Menschen in einer lebensbedrohlichen Situation retten wollten, wurden angegriffen, weil man nicht schnell genug an einem Einsatzort vorbei kam“, erklärte die CDU-Politikerin. „Das ist verachtenswert und vor allem unentschuldbar.“ (dpa/mp)

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