Im Norden

Autofahrer durchbricht Grenzkontrolle – und liefert sich wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei

Polizeiwagen steht am Straßenrand neben einer Landstraße mit Bäumen und Verkehrsschildern.
Die dänische Polizei musste die Verfolgung mehrmals abbrechen und konnte den flüchtigen Autofahrer erst nach einem Unfall stoppen.

Ein Autofahrer gibt an der dänischen Grenze Gas und flieht vor der Polizei. Die Verfolgungsjagd dauert mehrere Stunden.

Statt seinen Ausweis zu zeigen, durchbrach ein Autofahrer am Sonntagnachmittag die Kontrolle. Es entwickelte sich ein mehrstündiges Katz-und-Maus-Spiel mit der Polizei, das mit einem Unfall und einer Festnahme endete.

Eine Routinekontrolle am Grenzübergang Krusau an der B200 bei Flensburg hat sich am Sonntagnachmittag zu einer dramatischen Flucht eines Autofahrers aus Deutschland entwickelt. Erst nach rund eineinhalb Stunden und einer rasanten Flucht klickten in Abild an der Westküste Dänemarks die Handschellen.

Fahrer flüchtet vor der Polizei und bleibt zunächst verschwunden

Nach den Darstellungen der dänischen Polizei näherte sich ein 34-jähriger Mann aus Deutschland gegen 16.30 Uhr der dänischen Grenzkontrolle. Anstatt jedoch die Beamten im Kontrollzelt zu passieren, entschied er sich kurzerhand zur Flucht. Er steuerte seinen Wagen über eine Grünfläche auf die Gegenfahrbahn und raste entgegen der Fahrtrichtung weiter nach Norden in Richtung Krusau.


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Die dänische Polizei leitete umgehend eine Fahndung ein. „Wir haben mehrere Streifenwagen zur Verfolgung eingesetzt, aber das Fahrzeug war schnell verschwunden“, berichtete Erik Lindholdt von der Polizei für Südjütland. Erst über eine Stunde später, gegen 17.47 Uhr, sichteten die Beamten den Flüchtigen auf dem Koldingvej, als er in Richtung Süden fuhr.

„Extrem hohes Tempo“: Polizei muss Verfolgung erneut abbrechen

Die Beamten nahmen die Verfolgung erneut auf. Der 34-jährige Deutsche entzog sich der Kontrolle jedoch abermals durch extrem hohes Tempo. Die Einsatzkräfte der Polizei stuften die Geschwindigkeiten des Mannes als derart hoch ein, dass sie die direkte Verfolgung abbrechen mussten, um unbeteiligte Verkehrsteilnehmer nicht zu gefährden.


Auto passiert Kontrollstelle mit dänischen und schwedischen Flaggen an der Grenze.
Am Grenzübergang Krusau an der B200 flüchtete der Autofahrer vor der Kontrolle.

Die waghalsige Fahrt endete schließlich im dänischen Ort Abild. Der Fahrer überholte ein vorausfahrendes Fahrzeug, raste über einen Kreisverkehr und kam mit dem Fahrzeug zum Stehen. Der Mann sprang jedoch aus dem Auto und versuchte, zu Fuß zu entkommen. Eine Polizeistreife holte ihn kurz darauf ein und nahm ihn fest. Bei der gesamten Fluchtaktion kamen glücklicherweise keine Personen zu Schaden.

Fahrer festgenommen und Auto konfisziert

Gegen den 34-Jährigen wird nun im ersten Schritt wegen sogenannter Wahnsinnsfahrt (im Dänischen „Vanvidskørsel“) ermittelt. Die Grenzpolizei prüft zudem, ob Grundlagen für weitere Anklagepunkte vorliegen und der Mann einem Haftrichter vorgeführt werden muss. „Wir haben uns entschieden, ihn bis Montag in Haft zu behalten“, erklärte der Wachhabende Lindholdt.

Das in Deutschland zugelassene Fahrzeug wurde beschlagnahmt und soll infolge der massiven Verkehrsverstöße konfisziert und zu Gunsten werden. Zwar ist der 34-Jährige nicht der Halter des Wagens, es gibt laut Polizei jedoch keine Hinweise darauf, dass das Fahrzeug gestohlen wurde. (Dieser Artikel erschien zuerst auf shz.de)

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