Auf Sylt sind die Punks zurück

Punks auf Sylt vor ihren Zelten
Am Montag hat auf Sylt das Punk-Protestcamp begonnen.

Von Montag an bis zum 17. August demonstrieren Aktivisten der Gruppe „Aktion Sylt“ wieder auf Sylt. In diesem Jahr steht das Camp unter dem Motto: „Protestcamp für ein solidarisches Miteinander!“

Das Protestcamp 2025 der Gruppe „Aktion Sylt“ ist offiziell gestartet. Vom heutigen Montag, 28. Juli, an bis zum 17. August wollen die Aktivisten auf der Tinnumer Festwiese demonstrieren: „gegen Rassismus, Klassismus und die Aushöhlung aller Sozialstaaten sowie gegen Polizeigewalt und die Vertreibung anarchistischer Menschen aus Städten und dem öffentlichen Raum“.

40 Aktivisten sind bereits im Camp

Ein junger Mann steht auf der Festwiese in Tinnum.
Camp-Anmelder Marvin Bederke am Montag auf der Festwiese in Tinnum.

Anmelder des Protestcamps ist wie in den vergangenen beiden Jahren: Marvin Bederke. Er und ein paar andere Aktivisten sind bereits seit dem Wochenende auf Sylt und nach eigenen Angaben „fleißig dabei, Strukturen für das neue Camp zu errichten“. Am Montagmorgen, so Bederke, seien bereits rund 40 Aktivisten im Camp gewesen. „Im Tagesverlauf rechnen wir noch mit einer größeren Gruppe aus Frankfurt sowie mit mehreren Menschen aus Berlin.“ Angemeldet ist das Camp für eine Gruppe von 50 bis 300 Personen.

Probleme habe es bislang keine gegeben. Alles sei reibungslos und friedlich abgelaufen.

Viele Demos und ein CSD auf Sylt geplant

Das Programm soll in diesem Jahr noch umfangreicher werden als in den vergangenen Jahren, so Bederke. Geplant seien unter anderem Demonstrationen zu den Themen Klimakrise, Verdrängung, gesellschaftliche Spaltung, Polizeigewalt sowie zu 30 Jahren Chaostage auf Sylt. Zudem sei ein Christopher Street Day (CSD) auf Sylt geplant. Hinzukämen noch jede Menge Live-Konzerte, Workshops und andere Programmpunkte.

Eine Camp-Bewohnerin sitzt an einem Schlagzeug.
Camp-Bewohnerin Bente heizt den Bewohnern am Montag am Schlagzeug ein.

Eine Sache, die Camp-Anmelder Marvin Bederke besonders am Herzen liegt, ist die Begegnung mit Menschen von der Insel. „Ich habe diese Traumvorstellung von einer Begegnungsstätte, an der sich Sylter und Aktivisten kennenlernen und austauschen können“, sagt der junge Mann. Wo dieser Ort sein könnte, weiß er noch nicht genau. Zur Not im Camp selbst. „Jeder interessierte Sylter ist herzlich eingeladen, jederzeit bei uns mal vorbeizuschauen.“

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Die Gemeinde Sylt blickt dem neuen Protestcamp gelassen entgegen. „Wie schon in den Vorjahren gehen wir mit dem bewährten Maß an Sachlichkeit vor und setzen auf einen respektvollen Umgang – so, wie wir es auf Sylt immer tun“, so Gemeindesprecher Florian Korte weiter.

Zelte stehen auf der Festwiese in Tinnum.
Ein Teil der Zelte steht bereits, jetzt kann es losgehen, das Protestcamp der Punks in Tinnum.

Für die Dauer des Protestcamps gelten strenge Auflagen des Kreises Nordfriesland, wie Sprecherin Laura Lewin mitteilt. „Das Ordnungsamt der Gemeinde Sylt und die Polizei werden während des Versammlungszeitraums ein Auge darauf haben, ob die Auflagen eingehalten werden. Sollte dies nicht der Fall sein, werden wir als Versammlungsbehörde der Situation entsprechend angemessen reagieren, beispielsweise durch die Modifizierung des Auflagenbescheids“, so die Kreissprecherin. (Dieser Artikel erschien zuerst auf SHZ.de.)

Von Montag an bis zum 17. August demonstrieren Aktivisten der Gruppe „Aktion Sylt“ wieder auf Sylt. In diesem Jahr steht das Camp unter dem Motto: „Protestcamp für ein solidarisches Miteinander!“