Polizisten umstellen die Klinik in Pinneberg.

Polizisten umstellen die Klinik in Pinneberg. Foto: Florian Sprenger

Angeschossener Jugendlicher in Gewahrsam – Ermittlungen auch gegen Polizistin

Großeinsatz der Polizei am Freitag im Kreis Pinneberg: Die Polizei gab einen Schuss ab. Der getroffene Jugendliche (17) flüchtete. Daraufhin rückte ein Großaufgebot der Polizei, darunter auch Kräfte aus Hamburg an, insgesamt rund 70 Beamte. Am Samstag wurde der Jugendliche gefasst. Jetzt verrät die Polizei, warum überhaupt ermittelt wird.

Zu dem Einsatz kam es um kurz nach 14.30 Uhr in der Gärtnerstraße in Rellingen. Nach MOPO-Informationen hatten Zivilfahnder der Hamburger Polizei ein Fahrzeug observiert und wollten es in Rellingen stoppen. Dort kam dann aus ungeklärten Gründen zu einer Schussabgabe der Polizei, wie eine Sprecherin der MOPO sagte. Zwei Personen wurden festgenommen, eine konnte fliehen.

Dieser weiße VW soll vor der Schussabgabe von der Polizei gestoppt worden sein. picture alliance/dpa/Bodo Marks
Beschädigtes Fahrzeug
Dieser weiße VW soll vor der Schussabgabe von der Polizei gestoppt worden sein.

Rellingen: Polizei gibt Schuss ab

Die Polizei zog schwer bewaffnete Kräfte auch aus Hamburg hinzu, um den Flüchtigen zu suchen – unter anderem auch im Krankenhaus in Pinneberg. Es wurde vermutet, dass der Flüchtige von einem Projektil getroffen wurde und verletzt in die Klinik geflüchtet sei.


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Laut einem dpa-Reporter vor Ort waren um die Klinik in Pinneberg herum Streifenwagen zu sehen. Zudem standen am Gebäude vereinzelt Polizisten. Einige davon hielten Maschinenpistolen in den Händen. Insgesamt gab es aber keine Absperrungen durch die Polizei. Rettungswagen mit akuten Fällen wurden zeitweise gebeten, andere Kliniken anzufahren.

Polizisten im Einsatz in Rellingen Florian Sprenger
Rellingen Polizei
Polizisten im Einsatz in Rellingen

Fahndung wird auf umliegende Umgebung ausgeweitet

Im Anschluss weitete die Polizei ihre Fahndung auf die umliegende Umgebung aus – und war mit 70 Mann im Einsatz. Dabei wurden auch eine Drohne sowie Diensthunde und der Polizeihubschrauber Libelle eingesetzt. Für die Anwohner bestehe keine Gefahr, versicherte eine Sprecherin. Das erzürnte die Anwohner. Viele fragen sich, warum dieses Aufgebot an schwer bewaffneten Beamten im Einsatz war, wenn von dem Flüchtigen doch angeblich keine Gefahr ausginge. Dazu wollte sich die Polizei nicht äußern.

17-Jähriger wurde am Samstag gefasst

Am Samstagmorgen gab die Polizei dann Entwarnung und teilte mit, dass die gesuchte Person in Bremen gefunden und in Gewahrsam genommen worden sei. Die Schulter-Schussverletzung des 17-Jährigen wurde medizinisch versorgt.

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Gegen alle drei Personen, die festgenommen wurden, wird wegen gewerbsmäßigen Betrugs ermittelt. Die Opfer waren laut Polizei vor allem ältere Menschen. Auch gegen die Polizistin, die auf den 17-Jährigen geschossen hat, wird routinemäßig ermittelt.

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