Schleswig-Holstein

Ärger bei Wacken-Festival: Ordner nehmen Besuchern politische Aufnäher weg

Festivalbesuchende beim Wacken Open Air werden mit einer Wasserpistole erfrischt.
Das Wacken-Festival zieht viele Metalfans nach Schleswig-Holstein (Archivbild).

Festivalbesucher in Wacken hatten sich beschwert, sie hätten bestimmte Fahnen abhängen und auch Patches von ihrer Kleidung nehmen müssen, diese seien ihnen sogar weggenommen worden. Darauf angesprochen, äußerten sich die WOA-Veranstalter auf ihrer Abschluss-Pressekonferenz.

Nachdem die Wacken-Gründer und -Veranstalter Thomas Jensen (60) und Holger Hübner (60) sowie ihr Festival-Director André Jürgens (48) auf ihrer Abschluss-Pressekonferenz am Samstagnachmittag, 1. August, zusammen mit Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und Ordnungsamt eine positive Festival-Bilanz gezogen hatten, wurden aus den Reihen der Medienvertreter besondere Vorkommnisse beim Wacken Open Air angesprochen.

Ordner beziehungsweise Security-Mitarbeiter hätten vor allem Besucher, die politisch links orientiert sind, unter anderem bei Einlasskontrollen zum Infield dazu aufgefordert, ihre Patches oder andere Zeichen von ihrer Kleidung abzunehmen, teils seien ihnen diese sogar weggenommen worden. Auch hätten auf dem Festivalgelände angeblich queere Fahnen abgehängt werden müssen.

Wacken-Macher stellen klar: Auf dem WOA herrscht Meinungsfreiheit

Ohne lange zu zögern, äußerte sich dazu zunächst WOA-Veranstaltungsleiter Daniel Schlatter: „Wir sind dem sofort nachgegangen und haben festgestellt, dass es bei der Unterweisung der Ordnungsdienste Unregelmäßigkeiten gegeben hat.“ Er betonte: „Wir sind da mit einem klaren Standpunkt unterwegs, was das Thema Meinungsfreiheit anbelangt.“

Dass unter anderem Patches weggenommen worden seien, das sei „nicht korrekt“ gewesen, „das sollte nicht wieder vorkommen“, dafür sei gesorgt worden.

Thomas Jensen ergänzte: „Wir setzen hier in Wacken Zeichen für Völkerverständigung“, und das habe man auch dieses Mal insgesamt wieder „super“ beim Festival sehen können. Schließlich komme auf dem WOA die ganze Welt zusammen. (Dieser Artikel erschien zuerst auf SHZ.de)

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