Absturz in Wald im Norden: Unglücks-Flugzeug war selbstgebaut

Feuerwehrfahrzeuge bei der Suchaktion in Heidmühlen nördlich von Hamburg.
Feuerwehrfahrzeuge bei der Suchaktion in Heidmühlen nördlich von Hamburg.

Warum stürzte Mitte Juni über dem Segeberger Forst bei Heidmühlen (Kreis Segeberg) ein erfahrener Pilot mit einem Flugzeug ab? Die Ermittler suchen nach Hinweisen und arbeiten sich Schritt für Schritt vor.

Nach dem Flugzeugabsturz am 16. Juni 2025 im Segeberger Forst bei Heidmühlen (Kreis Segeberg), bei dem der Pilot ums Leben gekommen war, hat die zuständige Kieler Staatsanwaltschaft auf Nachfrage weitere Einzelheiten bekanntgegeben. Demnach soll der 59-Jährige, der zum Unglückszeitpunkt allein in der Maschine saß, an den schweren Verletzungen gestorben sein, die er durch den Unfall erlitten hatte.

„Die Obduktion hat keine Anhaltspunkte für einen medizinischen Notfall ergeben. Er starb an den Folgen des Absturzes“, erklärte Oberstaatsanwalt Michael Bimler. Weitere Untersuchungen, die zum Teil Wochen oder gar Monate dauern können, stehen aber noch aus. „Die Ermittlungen dauern weiterhin an“, sagt der Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Abgestürzte Maschine war ein Bausatz

Nach Auskunft der Ermittler soll der Pilot eine Maschine geflogen haben, die als Bausatz verkauft und dann zusammengebaut worden sein soll. Allerdings müssen derartige Flugzeuge danach von den Behörden abgenommen werden, hieß es. Ob die Bauweise bei dem Absturz eine Rolle spielte und wem das Flugzeug gehörte, dazu machte die Staatsanwaltschaft noch keine Angaben.

An der Aufklärung ist neben der Bezirkskriminalinspektion in Kiel auch die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung aus Braunschweig beteiligt. Für das Unglück gibt es offenbar keine Augenzeugen.

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Der erfahrene Fluglehrer vom Verein Aero Club in Kropp (Kreis Schleswig-Flensburg) und Referent beim Luftsportverband Schleswig-Holstein war am Unglückstag vom Flugplatz Rudolstadt-Groschwitz in Thüringen gestartet. Kurz vor 21 Uhr hatte ihn seine Ehefrau vermisst gemeldet. Eine große Suchaktion lief an. Schließlich wurden gegen Mitternacht in dem Waldgebiet bei Heidmühlen über eine weite Fläche verteilt Trümmerteile sowie der Tote gefunden.