600-Tonnen-Koloss legt Verkehr lahm – und touchiert Ampel
Ein 600-Tonnen-Koloss hat am Dienstagabend Autofahrer auf der Strecke zwischen Brunsbüttel und Itzehoe ausgebremst. Gegen 20 Uhr setzte sich der Schwertransport am Hafen in Brunsbüttel in Bewegung – Ziel ist das Umspannwerk in Hardebek im Kreis Segeberg, das in der Nacht zu Donnerstag erreicht werden soll.
Der Transformator selbst bringt mehr als 200 Tonnen auf die Waage. Transportiert wurde er mithilfe einer Kesselbrücke, gezogen von einer kräftigen Zugmaschine, während eine zweite von hinten schob. Beide Fahrzeuge wiegen jeweils über 100 Tonnen. Zusätzlich kam ein SPMT-Modul zum Einsatz – eine Art fahrbare Plattform mit eigenem Antrieb –, das zeitweise unter den Trafo gefahren wurde, um die enorme Last gleichmäßig zu verteilen.
Im Norden: Schwertransport streift Ampel
Die Strecke über die B206 verlief zunächst problemlos. Zeit kostete jedoch die Abfahrt Wilster – dort musste der Transport wegen einer Brücke die Bundesstraße verlassen. Weiter ging es über mehrere Kreisverkehre zur A23-Anschlussstelle Itzehoe-Mitte und anschließend über die Lindenstraße bis zur Aral-Tankstelle. Auf der Lindenstraße streifte der Transport eine Ampelanlage, beschädigt wurde jedoch nichts.
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An der Aral-Tankstelle wurden die Zugmaschinen getauscht, sodass der Schwertransporter „anders herum“ weiterfahren konnte: nördlich über den Langen Peter zum Parkplatz an der B206 bei Hohenlockstedt. Dort erreichte der Transport nach mehr als vier Stunden sein Zwischenziel. Am Abend soll die Fahrt Richtung Kreis Segeberg fortgesetzt werden.
Autofahrer auf der B5 und der Hauptverkehrsader in Itzehoe brauchten viel Geduld, berichtet ein Reporter von vor Ort. Viele Schaulustige verfolgten das Spektakel am Straßenrand. Einige waren bereits informiert – andere rieben sich verwundert die Augen, als sie nach der Arbeit plötzlich vor dem gigantischen Transporter standen. (mp)
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